Elf Taler für zehn Euro Kerwe –
Und doppelter Mehrwert für Leimen
(fwu – 30.7.26) Die Kerwe ist in Leimen mehr als Autoscooter, Bratwurst und Zuckerwatte. Sie hat ihre eigenen kleinen Traditionen – und dazu gehören seit Jahren die Kerwetaler. Wer sie kauft, bekommt nicht nur etwas mehr Kerwe fürs Geld, sondern unterstützt indirekt auch eine Idee, die weit über das Volksfest hinausreicht.
Elf Taler für zehn Euro
Auch wenn die Kerwen in Leimen, St. Ilgen und Gauangelloch noch einige Wochen entfernt sind, hat der Vorverkauf der beliebten Kerwetaler bereits begonnen. Das Prinzip ist seit Jahren gleich geblieben und erfreut sich großer Beliebtheit: Für zehn Euro erhalten Käufer zehn Kerwetaler und einen Bonus-Taler gratis. Mit den insgesamt elf Talern können Fahrgeschäfte, Speisen, Getränke und viele weitere Angebote bei den teilnehmenden Vereinen und Schaustellern bezahlt werden.
Erhältlich sind die Kerwetaler in den Leimener Filialen der Sparkasse und Volksbank, außerdem in der Stadtbücherei sowie bei der Stadtkasse.
Nich nur Zahlungsmittel
Was viele Besucher vielleicht gar nicht wissen: Die Kerwetaler haben sich in den vergangenen Jahren zu einem bemerkenswerten sozialen Projekt entwickelt. Die Schausteller, bei denen ein großer Teil der Taler eingelöst wird, haben den Gegenwert ihrer eingenommenen Kerwetaler regelmäßig vollständig für soziale Zwecke in Leimen gespendet. Damit wurden unterschiedliche Projekte unterstützt – eine Tradition, die zeigt, dass Kerwe und Gemeinsinn durchaus zusammenpassen.
Besonders eindrucksvoll war dies im Jahr 2022. Damals schlossen sich insgesamt 16 Schausteller zusammen und übergaben Kerwetaler im Wert von mehr als 2.000 Euro an den Förderverein der Turmschule. Der riesige Talerberg auf dem Besprechungstisch erinnerte damals unweigerlich an Dagobert Ducks legendären Geldspeicher – inklusive eines viel beachteten Videos, das diesen ungewöhnlichen Anblick festhielt.
Im vergangenen Jahr ging die Spende allerdings einen anderen Weg: Der Gegenwert der Kerwetaler kam dem TV Germania zugute. Damit blieb die Grundidee erhalten, den Erlös aus den Kerwetalern der Leimener Gemeinschaft zurückzugeben.
Tradition mit Mehrwert
Wer also in diesem Jahr Kerwetaler kauft, profitiert gleich doppelt: Zum einen gibt es mit dem Bonus-Taler tatsächlich mehr Kerwe fürs Geld. Zum anderen steht hinter den kleinen Messingtalern längst eine Tradition, die zeigt, dass aus Fahrchips und Essensmarken manchmal etwas Größeres entstehen kann – nämlich Unterstützung für Vereine und soziale Projekte vor Ort. Und das ist eine Seite der Kerwe, die zwar etwas leiser daherkommt als Autoscooter und Musik, aber mindestens genauso bemerkenswert ist.
Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=205519













































