Ab kommenden Montag, 14. Juni sind digitale Impfnachweise im ZIZ und KIZerhältlich

Ab Montag, 14. Juni, werden im Zentralen Impfzentrum (ZIZ) Heidelberg sowie den Kreisimpfzentren (KIZ) Weinheim und Sinsheim für Impflinge digitale Impfnachweise ausgegeben. Diese können dann durch einen QR-Code der entsprechenden Smartphone-Apps (CovPass oder CoronaWarn-App) ausgelesen werden, sodass der gelbe Impfpass nicht mehr mitgeführt werden muss. Das digitale Zertifikat ist ein kostenloses zusätzliches Angebot zum gelben Impfausweis, der als Dokument weiterhin seine Gültigkeit behält.

Eingangsbereich Zentrales Impfzentrum im PHV in Heidelberg

Bürger, die bereits beide Impfungen in den Impfzentren erhalten haben, bekommen den digitalen Impfnachweis in den nächsten Wochen automatisch per Post zugeschickt. Dies hat das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg am gestrigen Donnerstag (10. Juni) mitgeteilt. „Unsere Impfzentren können diese digitalen Zertifikate nachträglich leider nicht ausstellen. Angesichts der durch unsere drei Impfzentren bereits über 350.000 erfolgten Impfungen wäre das ein deutlicher zusätzlicher und nicht vertretbarer Mehraufwand für unser Personal, der nicht zu unseren Aufgaben als Betreiber dreier Impfzentren gehört.

Unsere Aufgabe ist weiterhin der reibungslose Ablauf der Impfungen selbst“, erklärt Doreen Kuss, Gesundheitsdezernentin des Rhein-Neckar-Kreises, der das ZIZ und die beiden KIZ im Auftrag des Landes betreibt. „Wir bitten bereits vollständig geimpfte Personen, die die Ausstellung eines digitalen Impfnachweises wünschen, nicht in unseren Impfzentren vorstellig zu werden, sondern die postalische Zusendung abzuwarten oder andere Möglichkeiten zum Erhalt des digitalen Impfnachweises zu nutzen,“ appelliert Christoph Schulze, ärztlicher Leiter der Impfzentren des Kreises.

Laut Sozialministerium stellen ebenfalls ab Montag, 14. Juni, erste Apotheken bundesweit nachträglich digitale Impfzertifikate aus. Teilnehmende Apotheken kann man nach Informationen des Bundes in den kommenden Tagen online finden. Voraussetzung ist die Vorlage des vollständigen Impfnachweises mit dem gelben Impfausweis oder eine gleichwertige Impfbescheinigung in Kombination mit einem amtlichen Lichtbildausweis. Auch Arztpraxen werden die digitalen Impfzertifikate ausstellen können, sowohl für die Menschen, die durch den Arzt /die Ärztin geimpft wurden, als auch für andere. Die dafür notwendige Softwarelösung steht laut Auskunft des Sozialministeriums derzeit allerdings noch nicht zur Verfügung. Erst ab Mitte Juli sollen auch die Arztpraxen technisch in der Lage sein, das Impfzertifikat auszustellen. Bis dahin sind die Praxen mit Impfungen vollständig ausgelastet.

Automatische Erstellung und Versand durch Impf-Dokumentations-Software

Die schnelle Einführung des digitalen Impfnachweises ist in Baden-Württemberg durch die Nutzung der Impfdokumentationssoftware des Landes esQlab.online des Unternehmens Gradient möglich. Nach erfolgter vollständiger Impfung wird ein QR-Code erstellt, mit dem die Nutzerinnen und Nutzer nach der Installation einer kostenfreien App (CovPass-App oder Corona-Warn-App) den digitalen Impfnachweis direkt auf ihr Smartphone laden können. Die Überprüfung des Impfstatus erfolgt mit der CovPassCheck-App. Mit ihr kann der Impfstatus – ähnlich wie der QR-Code eines Flug- oder Bahntickets – gescannt werden.

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