Aktuelle Zahlen zu Diabetes Typ 2 in Baden-Württemberg

Eine aktuelle Studie der AOK legt Zahlen zur Häufigkeit der Diabetes-Typ-2-Erkrankungen in Deutschland vor. Demnach erkrankten Menschen in Baden-Württemberg offenbar etwas seltener an Diabetes Typ 2 als Menschen in anderen Bundesländern. Im Südwesten sind durchschnittlich 7,9 Prozent der Bevölkerung betroffen, bundesweit sind es 8,6 Prozent.

Den höchste Anteil an Diabetes-Typ-2-Patienten in Baden-Württemberg hat mit 10,1 Prozent der Neckar-Odenwald-Kreis. Im unteren Drittel liegen der Rhein-Neckar-Kreis (8,26 Prozent), der Kreis Heilbronn (8,33 Prozent) und Mannheim (8,46 Prozent). Am besten schneiden im Landesvergleich die kreisfreien Großstädte Heidelberg (4,83 Prozent) und Freiburg (4,94 Prozent), Tübingen (6,26 Prozent) sowie die Stadt Karlsruhe (6,64 Prozent) ab. Im Mittelfeld befindet sich Heilbronn mit 7,72 Prozent.

Die Studienergebnisse lassen darauf schließen, dass bundesweit ländliche Gemeinden offenbar eine höhere Erkrankungsrate aufweisen als Städte. Auch lässt sich feststellen, dass in wirtschaftlich, sozial und infrastrukturell gut aufgestellten Kommunen weniger Menschen von der Zuckerkrankheit betroffen sind. Die persönlichen Lebensgewohnheiten und somit auch das Risiko für Diabetes Typ 2 werden vom sozialen und infrastrukturellen Umfeld mitbestimmt. So scheint beispielsweise die Anzahl der übergewichtigen Einwohner mit der Häufigkeit der Diabetes-Typ-2-Erkrankungen zu korrelieren. Mit einer Verbesserung bestimmter Rahmenbedingungen, insbesondere mit der gezielten Förderung eines breiten Sportangebots für alle Altersgruppen, kann das Diabetes-Typ-2-Risiko möglicherweise gesenkt werden.

Um unserer Gesundheit etwas Gutes zu tun und Übergewicht zu vermeiden, können wir jedoch auch selbst aktiv werden, indem wir unsere Ernährung umstellen. Die Grundlage einer gesunden Ernährung ist im Grunde einfach: kein Fast Food, keine industriell verarbeiteten Lebensmittel und keine unnötigen Zusatzstoffe. Außerdem ist es sinnvoll, weitgehend auf weißes Mehl, zugesetzten Zucker und Salz zu verzichten. Stattdessen wird empfohlen, möglichst frisch zu kochen sowie regional und saisonal einzukaufen, mit dem Schwerpunkt auf langsam verdaulichen Kohlenhydraten, gesunden Fetten und hochwertigen Proteinen (Gemüse, Vollkorn, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte, Eier aus Freilandhaltung und mageres Fleisch). Eine solche Ernährung unterstützt gleichzeitig auch die regionalen Lebensmittelanbieter. Mit fünf kleinen Mahlzeiten pro Tag bleibt der Insulinspiegel weitgehend stabil und der Stoffwechsel aktiv. Darüber hinaus ist ausreichend Bewegung essenziell. Bereits regelmäßige Spaziergänge im Grünen können sich positiv auswirken.

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