Animus-Klub-Kids interviewten Nachwuchs- Bands in Nußlocher Gitarrenschule Klügel

2180 - Animus bei Gitarrenschule Klügel - 1(animus – 20.5.15) Sympathisch und sehr selbstbewusst präsentierten sich die drei 15-17-jährigen Teenager Filip Boban (Gesang), Adrian Sadeghian (Gitarre) und Tim Goerke (Schlagzeug) von der gerade frisch formierten Band „Four Mazes“, zu Deutsch „Vier Labyrinthe“ innerhalb unseres Interviews im Studio der Gitarrenschule Klügel. Die drei Jungs, die sich von der Schule her bereits sehr gut kannten, kamen bei einem Kinobesuch auf die spontane Idee gemeinsam Musik zu machen, da gemeinsames Musizieren einfach mehr Spaß macht, als immer nur alleine zu Hause für sich zu spielen oder zu üben.

Anders, als andere Nachwuchsbands, die im Normalfall mit Cover-Songs ihre musikalische Karriere beginnen, hatten die drei Jugendlichen von Anfang an den sehr hohen Anspruch an sich selbst, und wollten sofort eigene Songs schreiben; ein Unterfangen, das sich allerdings schon sehr schnell als nicht gerade einfach herausstellen sollte. „Einen eigenen Songs zu schreiben, ist in etwas so, wie sich in einem Labyrinth zu befinden. Daher auch der Bandname „Four Mazes“, so der Gitarrist Adrian Sadeghian, der in diesem Zusammenhang noch ergänzend hinzufügte, dass die Band anfangs zu viert war, und sich derzeit auf der Suche nach einem neuen Bassisten befindet.

Während sich in den Sechzigern und Siebzigern, aber auch noch bis spät in die Achtziger hinein, unglaublich viele Jugendliche, inspiriert von den damaligen Rock- und Popbands, zu Musikgruppen formierten, ist hier in den letzten beiden Jahrzehnten ein deutlicher Rückgang zu verspüren. Der musikalische Trend, hin zu einfachen, schnellen und monotonen Beats – also einer Musik, die nicht mehr das Erlernen eines Musikinstrumentes erfordert – aber auch die mediale Zeit, in der mittlerweile schon fast alles auf Knopfdruck funktioniert, und man so gut wie nichts mehr erlernen muss, beeinflusst natürlich auch unmittelbar die Interessen unserer Kinder und Jugendlichen, und nicht zu Letzt das Lernverhalten, bzw. die damit verbundene Motivation überhaupt etwas erlernen zu wollen.

Das richtige Erlernen eines Musikinstrumentes oder das Spielen in einer Band funktioniert eben nicht auf Knopfdruck, sondern erfordern, selbst auch dann, wenn bei den Akteuren ein ganz großes Talent vorhanden ist, sehr viel Engagement, Fleiß und Motivation; drei Tugenden, an denen heutzutage immer mehr Kinder und Jugendliche scheitern.

„Früher war die Musik besser!“, so Adrian Sadeghian, der Curt Cobain von Nirvana als sein Gitarrenidol nannte, sich aber offen für alle Musikrichtungen zeigte. „Die richtig gute Musik läuft ohnehin nicht im Radio! – Deshalb höre ich eigentlich alles, was nicht in der Hitparade rauf- und runtergespielt wird!“, ergänzte Tim Goerke, der seit seinem sechsten Lebensjahr die Trommelstöcke schwingt, und zu dessen ganz großen Vorbilder Tré Cool von Green Day und Rob Bourdon von Linkin Park zählen.   Auch Sänger Filip Boban erwähnte mit den Wombats und den Red Hot Chili Peppers ebenfalls zwei Lieblingsgruppen aus der alternativen Rockszene, von denen Letztere mittlerweile auf eine 30-jährige Musikgeschichte zurückblicken kann.

Die drei jungen Musiker, die auf dem Nußlocher Brunnefest ihren ersten größeren Auftritt verzeichnen konnten, blicken optimistisch in die Zukunft, bleiben aber trotz ihres gesteigerten Interesses für die Musik und das große Engagement ihre Band weiter voranzubringen bodenständig, und wir erfahren, dass es ihnen in erster Line sehr wichtig ist, gute Schüler zu sein, und ein richtig gutes Abitur zu absolvieren, um später einmal einen guten Studienplatz bekommen zu können. Die Musik wird aber weiterhin eine ganz wichtige Rolle in ihrem Leben spielen.

Ähnlich sahen das auch die beiden Teenagerinnen Samira Müller und Leonie Kaiser, die sich derzeit mit ihrer Band in der konstituierenden Phase befinden. Auch für sie kommt die Schule an erster Stelle oder steht zumindest gleichauf mit der Musik, die sie derzeit nur als wichtige Freizeitbeschäftigung sehen. „Wenn man gut in der Schule ist, was eigentlich jeder sein sollte, und dann ein gutes Abitur macht, dann stehen einem später im Studium fast alle Türen offen!“, so die beiden Mädchen, die ebenfalls schon sehr früh in ihrer Kindheit Gefallen an der Musik gefunden haben, und es derzeit wesentlich spannender finden zusammen in einer Band zu singen als zu Hause ihren Eltern den ganzen Tag lang die Ohren „vollzuträllern“.

„Meine Mutter mag meine Stimme sehr, und sie wollte immer schon, dass eines von uns drei Kindern Musik macht oder Gitarre spielt!“, so Leonie Kaiser und Samira Müller fügte ergänzend hinzu, dass sich die Band in den nächsten Wochen noch erweitern wird. Ein Bandname sei noch nicht gefunden. Es wären aber schon ein paar Vorschläge in die engere Auswahl gerückt, weshalb wir in unserem Bericht die Band auch mit „Yet Unknown“ – zu Deutsch – „Noch Unbekannt“ bezeichnet haben. (Eigentlich auch ein interessanter Name für eine junge Nachwuchsband).

Zum Schluss des Interviews gaben uns die beiden Gruppen noch eine kleine Kostprobe ihres Könnens, und unsere Mädchen waren derart begeistert, dass sie sogar den Song „Shake it off“ von Taylor Swift mitsangen.

Ein ganz besonderer Dank geht von unserer Seite aus noch an Volker Klügel, der uns nicht nur seinen Studioraum und die Ton-Technik für dieses Interview zur Verfügung stellte, sondern auch Fotos für unseren Artikel.


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