Aufgepäppelt, ausgeschlafen, ausgewildert – Vier Igel-Findlinge jetzt groß genug

(fwu – 4.6.21) Seit letzter Woche durchstreifen in und um Nußloch vier hungrige Raubtiere ihre neuen Reviere, die an der Spitze der lokalen Nahrungskette stehen und sich vor nichts fürchten müssen, denn ihre Stacheln schützen sie vor anderen Räubern. Sie ernähren sich ihrerseits von Insekten und Würmern, was in der heutigen Zeit auch kein einfaches Geschäft ist, da es insgesamt deutlich weniger Insekten gibt, als noch vor einigen Jahren. Aber nichtsdestotrotz, diese Stachelmonster sind King im Ring, auch wenn sie nur wenig mehr als ein Pfund wiegen.


Mini-Igel-Aufzucht


Das war letzten Sommer Ende September noch ganz anders. Da lagen vier gerade mal um die 90 Gramm leichte Baby-Igel  alleine auf dem Nußlocher Friedhof neben einem Grab, wo sie von Elke Greiner an einem Vormittag entdeckt wurden.  Da sie dachte, dass die Igelmama bestimmt gleich wieder kommen würde, ließ sie die 4 Mini-Igel zunächst auf dem Friedhof zurück. Allerdings machte sie sich dann doch Sorgen und ging abends noch einmal hin, um zu sehen, was zwischenzeitlich passiert wäre.


Zeit für ein neues Zuhause


Zu ihrem Erstaunen waren die verlassenen kleinen Igel immer noch an gleicher Stelle. Nach Rücksprache mit der Wildtierauffangstation in Sandhausen war klar, dass der Igelmama wohl etwas zugestoßen sein musste und die kleinen Igel als Waisen keine Chance zum Überleben hatten.

Also nahm Elke Greiner die Kleinen mit nach Hause und damit begann ein echtes Aufzucht-Abenteuer, denn Vierlinge alle paar Stunden rund um die Uhr füttern zu müssen, war eine wirklich anstrengende und zeitaufwendige Aufgabe, die sich die neue Igel Stiefmama mit ihrem Mann Oliver Menrath teilte.


In neuer Umgebung und guter Obhut


Erfreulicherweise entwickelten sich die vier Musketiere (drei Männchen und ein Weibchen) hervorragend und waren bald schwer genug um in extra für sie gebastelten Unterkünften den Winterschlaf antreten zu können.

Aus diesem erwachten sie vor zwei Wochen und konnten nun in und um Nußloch ausgewildert werden. Allerdings wiederum bei Pflegeeltern, die sie in den ersten Tagen in ihrer neuen Umgebung mit Zusatznahrung versorgen.

Dieses Abenteuer hat also vorerst ein gutes Ende genommen und die nächste Igel-Generation wird auch bereits in diesem Sommer das Licht der Welt erblicken.

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