Aufmerksame Helfer für couragiertes Verhalten und tätige Hilfe geehrt

Für ihr aufmerksames und couragiertes Verhalten wurden Uwe Hoppe mit Ehefrau Ilse aus Leimen und Sohn Benjamin Hoppe mit Freundin aus Rauenberg im Rahmen der Kampagne „Beistehen statt rumstehen“ geehrt. Der Bürgermeister der Gemeinde Nußloch, Herr Joachim Förster, der Leiter des Polizeireviers Wiesloch, Herr Peter Albrecht, und die Geschäftsführerin des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V., Frau Tanja Kramper, nahmen die Ehrung vor.

Was war geschehen?

v.l.: Polizeidirektor Peter Albrecht, Ilse Hoppe, Viktoria Füg, Benjamin Hoppe, Uwe Hoppe, Tanja Kramper, Bürgermeister Joachim Förster

Am Abend des 24. September 2019 hielten sich Uwe und Benjamin Hoppe bei der Vereinsgaststätte des FV Nußloch auf, als sich eine 49jährige Frau näherte, welche um Hilfe schrie. Die Hilfesuchende stürzte fast und schilderte panisch, dass ihr ein Mann folge, welcher ihr beim Gassigehen mit ihrem Hund im angrenzenden Wald entgegenkam. Dieser habe sich plötzlich umgedreht und sei auf sie zu gelaufen. Sein auffallend starrer Blick und die Tatsache, dass er schnell näherkam, ließ die Hundebesitzerin in Panik geraten und die Flucht ergreifen.

Der junge Mann rannte ihr hinterher. Die 49-Jährige erreichte die Vereinsgaststätte in Nußloch und traf hier auf die beiden Helfer. Der Verfolger blieb in einiger Entfernung stehen und beobachtete die Frau weiter. Vater und Sohn erfassten die Situation, stellten den Mann und brachten ihn zur Gaststätte zurück. Die mittlerweile verständigte Polizei übernahm den psychisch auffälligen Mann. Hintergründe seines Verhaltens konnten nicht ermittelt werden. Die Frau war ihren Helfern für deren schnelles und beherztes Eingreifen überaus dankbar.

Die Gemeinde Nußloch, das Polizeipräsidium Mannheim sowie der Verein Prävention Rhein-Neckar e.V. bedankten sich bei den couragierten Helfern mit einer Urkunde und einem Präsent.

„Beistehen statt Rumstehen“

Die Initiative der Präventionsvereine Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. Sicheres Heidelberg (SicherHeid) e.V. und Sicherheit in Mannheim (SiMA) e.V. richtet sich inhaltlich an der bundesweit propagierte Aktion TU WAS aus.

Die Auszeichnung in Form einer Urkunde und einem Präsent erhalten Menschen, die im Rhein-Neckar-Kreis, Heidelberg oder Mannheim entsprechend handeln. Über die Veröffentlichung der guten Taten möchten die drei Präventionsvereine auch darauf hinwirken, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in der Metropolregion positiv zu beeinflussen.

Aktion „TU WAS“

Das Ziel der Aktion „TU WAS“, eine „Initiative für mehr Zivilcourage“ ist, innerhalb der Bevölkerung den Gedanken der Solidarität und des Helfens zu fördern. Oft wissen die Bürgerinnen und Bürger allerdings nicht, wie sie wirkungsvoll eingreifen können, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.

Deshalb hat die Polizei sechs praktische Regeln für mehr Sicherheit zusammengestellt, die jeder anwenden kann.

• Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
• Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
• Ich beobachte genau und präge mir Täter-Merkmale ein.
• Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110.
• Ich kümmere mich um Opfer.
• Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Gefordert ist nicht Heldentum. Vielmehr genügen oft schon Kleinigkeiten, um eine große Wirkung zu erzeugen. Manchmal reicht es bereits, das Mobiltelefon zu benutzen und Hilfe zu holen oder weitere Passanten um Unterstützung zu bitten.
Schon heute schreiten Bürgerinnen und Bürger immer wieder couragiert und beherzt in brenzligen Situationen ein. Damit verhindern sie Schlimmeres oder tragen entscheidend dazu bei, dass Opfer zu ihrem Recht kommen und Straftaten aufzuklären.

Dies ist umso erfreulicher, da bekanntlich eine Haltung des Wegschauens den idealen Nährboden für kriminelle Machenschaften bereitet. Deshalb müssen die Möglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger, Hilfe zu leisten, noch gezielter genutzt und die Bereitschaft dafür ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. „Weggeschaut. Ignoriert. Gekniffen.“ – diese Einstellung kann und darf keiner an den Tag legen.

Wer Helfen lernen möchte kann an einem Zivilcourage Training teilnehmen, das im Rhein-Neckar-Kreis vom Verein Prävention Rhein-Neckar e.V. mit Unterstützung der Polizei angeboten wird.

Übrigens: Die sechs praktischen Regeln sind seit vielen Jahren auch in allen S-Bahnen der Region und auf zwei Linienbussen der Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft zu sehen.

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