Ausstellung „Video ist wie ein Bleistift“
Noch bis 2. Juli in der Alten Fabrik St. Ilgen

Delegation der französischen Partnerstadt Tigy

(cf – 10.6.17) Der Kunstverein Leimen bespielt von Anfang Mai bis zum 2. Juli 2017 das denkmalgeschützte Stadtmuseum Leimen mit einer Videokunst-Ausstellung, ergänzt durch Zeichnungen, Videostills und Installationen.

Die Videokunst ist in den frühen 1960er-Jahren in Deutschland und Amerika entstanden und ist mittlerweile seit über 40 Jahren Teil des Kunstbetriebs. Die Videokunst arbeitet mit bewegten Bildern – entspricht somit also dem Zeitgeist unserer mediatisierten Gesellschaft.

Mit der Erfindung des tragbaren Videorecorders erweiterte sich das Instrumentarium der Videokunst beträchtlich. Mitte der 70er Jahre erlebte das künstlerische Video einen ersten Höhepunkt auf der documenta in Kassel. Durch das Medium wurden neue Ausdrucksmög-lichkeiten des Künstlers geschaffen, die „elektronische Malerei“.

Die 80er kultivierten den Videoclip. Die Künstler entdeckten die neuen ästhetischen und spielerischen Möglichkeiten dieses Mediums. Später entwickelte sich die Videokunst mehr in Richtung Installation, das heißt, mehrere Bildschirme werden miteinander verbunden und wirken durch andere Arten von Kunst wie Skulpturen und andere Gegenstände, in einer gemeinsamen Choreografie. Das nennt man „Multi-Channel“ Videokunst. Heute gibt es beide Arten, Einkanal- und Mehrkanalinstallationen. Beide werden im Kunstverein Leimen vorgestellt.

Die von der Galeristin Julia Philippi kuratierte Ausstellung „Video ist wie ein Bleistift“ zeigt Videoarbeiten von 4 Künstlerinnen und Künstlern. Mit Ulrike Rosenbach und Fritz Stier sind zwei der wichtigsten zeitgenössischen Videokünstler in Leimen zu Gast. Die von ihnen gezeigten Arbeiten zählen zu den Highlights der internationalen Videokunst. Nur wenige Künstler haben diesen Status erreicht.

Die amerikanische Video- und Performancekünstlerin Janet Grau und die Mannheimerin Silvia Szabó repräsentieren die junge Generation dieser Kunstart.

Das umfangreiche Programm während der laufenden Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in die zeitgenössische künstlerische Praxis mit Künstlergesprächen, Performances, Führungen, Diskussionsrunden.

Der Kunstverein Leimen konnte bereits viele Besucher aus dem In- und Ausland begrüßen. So besuchte eine Delegation der französischen Partnerstadt Tigy mit ihrem Präsidenten Rudi Sailer die Ausstellung und war sehr beeindruckt. Es erfolgte sogleich eine Einladung seitens der französischen Gäste, in dem Sinne, dass Künstler des Kunstvereins Leimen im kommenden Jahr in Frankreich ausstellen. Der Kunstverein nimmt diese Einladung gerne an.

Auch die TeilnehmerInnen des CDU-Stammtisches ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, einen Blick auf die Videokunst zu werfen. Die von Elsa Hagelskamp und Christa Foß moderierte Führung ließ alle zum Schluss kommen, dass „New Yorker Kunst“ fast zum Nulltarif in Leimen präsentiert wird.

Die sehr abwechslungsreiche Ausstellung kann donnerstags und freitags von 16-19 Uhr und samstags von 11-14 Uhr und während weiterer Veranstaltungen besucht werden.

Für Fragen und Führungen: 0172 212 5479
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