Berufliche Schulen – keine Lobby bei den Landesregierungen?!

Für die CDU – Kreistagsfraktion Rhein-Neckar erklärte Fraktionsvorsitzenden Bruno Sauerzapf (Leimen): „Die beruflichen Schulen des Rhein-Neckar-Kreises tragen den Anforderungen einer neuzeitlichen, modernen und leistungsfähigen Schulpolitik Rechnung. Erhebliche Mittel werden und müssen auch künftig ihre Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt werden. Bei vielen Besuchen in den verschiedenen Schulzentren wurde öfters das Raumproblem angesprochen. Nach Meinung der Schulleiter fehlen Räume. Antworten darauf erwarten wir in dem von der CDU bereits 2009 beantragten Schulentwicklungsplan Antworten nicht nur auf diese Fragen, sondern auch über künftige Entwicklungen und zur regionalen Zusammenarbeit. Die ersten bereits vorgelegten Ergebnisse sind vielversprechend.

Gemeinde- und Kreisrat Hans Appel (CDU)

Nach wie vor ist die Lehrerversorgung an unseren beruflichen Schulen unbefriedigend. Bei unseren beruflichen Schulen erwarten wir deshalb von der grün-roten Landesregierung, dass sie einen höheren Stellenwert erhalten als sie bisher in den Konzepten zur Bildung erkennbar sind. Wir müssen wissen, wie

• sich die neue Gemeinschaftsschulen und die Abkopplung der Werkrealschulen auf die beruflichen Schulen auswirkt,

• wie bei der Kürzung der Lehrerstellen um 12.000 bis zum Jahre 2020 die Berufsschulen betroffen sind und

• wie der immer noch bestehende Lehrermangel an den beruflichen Schulen abgebaut werden kann.

Dies haben wir – wie sie sicherlich erinnern können – bereits bei der alten schwarz-gelben Landesregierung – heftig kritisiert.

Bei unseren Gesprächen mit den Schulleitern die Lehrerversorgung wurde bemängelt, dass die Belange der Schulen bei der Planung des Landes kaum berücksichtigt werden. Dies ist insbesondere bei den Berufsfachschulen der Fall, die an die Stelle der Werkrealschule treten, die langsam aber sicher ausgezehrt werden. Die Berufsfachschule mit der die mittlere Reifen erreicht werden kann, ist bereits eine Gemeinschaftsschule. Sie wird von Schülerinnen und Schülern mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen und sehr unterschiedlichen Begabungen besucht wird. Die Klassenstärke beträgt in der Regel 30. Eine individuelle Förderung ist dadurch äußerst schwierig und nahezu unmöglich. Die CDU – Fraktion gewinnt den Eindruck, dass vor lauter Reformeuphorie für die Gemeinschaftschulen die Berufsschulen sträflich vernachlässigt werden.

Hans Appel, Kreisrat

 

 

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1 Kommentar für “Berufliche Schulen – keine Lobby bei den Landesregierungen?!”

  1. I_Schmidt

    Schaffen wir ein Bildungswesen, das Leistung fördert, keinen ausschließt, Freude am Lernen vermittelt und selbst als lernendes System kreativ und entwicklungsfähig ist. Setzen wir neue Kräfte frei, indem wir bürokratische Fesseln sprengen. Entlassen wir unser Bildungssystem in die Freiheit.
    Bundespräsident Roman Herzog, Rede vom 5. November 1997

    Trotz der autonomiefreundlicheren politischen Rhetorik ist das deutsche Bildungswesen nach wie vor zentralistisch geprägt. Auf allen Ebenen lenkt und gestaltet der Staat. Statt qualitätsverbessernden Wettbewerb und pädagogische Kreativität vor Ort zuzulassen, werden ideologisch getriebene Großversuche wie die Gemeinschaftsschule verordnet.
    Allenfalls werden kurzatmige Korrekturen an einem längst gescheiterten Schulsystem vorgenommen, anstatt das gesamte System auf den Prüfstand zu stellen.

    Dabei sind die Ergebnisse des planwirtschaftlichen Schulwesens erschreckend. Während sich der Großteil der Bevölkerung mit chronisch unterfinanzierten, von massivem Unterrichtsausfall betroffenen staatlichen Schulen zufrieden geben muss, flüchten sich finanziell bessergestellte in die gut ausgestatteten Privatschulen. Dem Land der Ingenieure und Techniker gehen die Fachkräfte aus, während unseren Kindern Bildungs- und damit Lebenschancen durch staatliche Vorgaben und Beschränkungen verwehrt werden.
    Das Thema Bildung hat für die Partei der Vernunft große Bedeutung. Wir wollen in der Bildungspolitik keine ideologischen Experimente mehr, sondern ausschließlich praktikable Lösungen, die sich an den Bedürfnissen der Kinder und Auszubildenden, den Wünschen der Eltern und der Kompetenz der Lehrer orientieren. Wir sind der Meinung, dass Bildung keinem politischen Einfluss mehr unterliegen darf, denn die besten Lösungen können nur vor Ort von den Beteiligten flexibel und kreativ gefunden werden. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn ein bürokratisch festgelegter Lehrplan in einem staatlichen Bildungsmonopol politisch korrekte aber ineffektive Einheitsbildung für alle vorschreibt.
    Ein freier Wettbewerb der Ideen zu Lehrinhalten, Lernmethoden und Schulmodellen ist nach Ansicht der Partei der Vernunft dringend notwendig und führt dabei zwingend zu einer Qualitätssteigerung des Bildungsangebots.
    Auszubildende und ihre Eltern sollen selbst entscheiden, wie und wo sie sich die erforderliche Bildung aneignen wollen.

    Helfen Sie mit, dieses Schulsystem wirklich zu verändern, indem Sie die Partei der Vernunft unterstützen. Anstatt noch mehr Zentralisierung und Vereinheitlichung, brauchen unsere Kinder und Auszubildenden die Freiheit, sich und ihre Fähigkeiten entfalten zu können.
    Wir wollen Bildung dezentralisieren und entbürokratisieren. Wir wollen Freiheit und Selbstverantwortung in Erziehung und Bildung verwirklichen. Wir wollen den freien Wettbewerb der Bildungsangebote und Bildungsträger. Daher wollen wir das staatliche Bildungsmonopol abschaffen.
    Das heißt:

    Bildungseinrichtungen stehen miteinander im Wettbewerb um Schüler und Lehrer und genießen vollständige Autonomie im Hinblick auf Lehrpläne, Unterrichtsformen, Personal und Finanzen. Profil und Leitbild bestimmen die Schulen selbst.

    Qualitätssicherung und -verbesserung obliegen den Schulen selber. Der Wettbewerb um Schüler und Lehrer setzt den einzig wirksamen Anreiz, hochwertige Bildungsangebote zu entwickeln. Externe Akkreditierungen und Rankings stellen sicher, dass Qualitätsstandards transparent sind und eingehalten werden.

    Die Bildungsfinanzierung ist keine Staatsaufgabe, sondern eine zivilgesellschaftliche Angelegenheit. Wie sich eine Schule finanziert, entscheidet der Bildungsträger. Neben den Kommunen können Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen Schüler mit Bildungskrediten und -gutscheinen, Stipendien etc. fördern.

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