Blühstreifen und Blühwiesen in Sandhausen entwickeln sich prächtig

Die zahlreichen Blumenwiesen und Blühstreifen, die im Zuge des vom Gemeinderat ins Leben gerufenen Förderprogramms angelegt wurden, entwickeln sich prächtig. Bei einer Ortsbegehung im Juli konnten sich Bürgermeister Hakan Günes, Teresa Schlemmer vom Landschafts-Erhaltungsverband Rhein-Neckar e.V. sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung selbst ein Bild von den blühenden Flächen machen.

Diese liegen – verteilt auf inzwischen rund zwölf Hektar – insbesondere im Sandhäuser Nordwesten, etwa entlang der Hauptstraße in Höhe des Landgrabens oder in der Verlängerung der Lochheimer Straße. Dort blühen hüfthoch regionale Wildpflanzen wie Lein, Sonnenblume, Borretsch, Gelbsenf, Wilde Möhre, Färberkamille und Wilde Malve – wichtiger Lebensraum und Nahrungsquelle für Schmetterlinge, Wildbienen und Co. „Es ist schön zu sehen, dass sich dieser Lebensraum für bedrohte und gefährdete Tierarten positiv entwickelt.

Im nächsten Schritt möchten wir auch gemeindeeigene Flächen insektenfreundlich gestalten“, erklärt Bürgermeister Hakan Günes. Mögliche Standorte werden derzeit ermittelt. Das Förderprogramm „Blühstreifen und Blühwiesen für Sandhausen“ war 2019 vom Gemeinderat beschlossen worden. Im Frühling 2020 wurden die ersten Flächen mit einer regionalen Blühmischung eingesät. Insgesamt vier Landwirte nehmen an dem auf fünf Jahre angelegten Förderprogramm teil – sie müssen die Flächen nach bestimmten Vorgaben pflegen und erhalten dafür Mittel aus dem Förderprogramm. Insgesamt 20.000 Euro stehen pro Jahr zur Förderung von Blühflächen bereit.

Jede Fläche wird einmal jährlich zur Hälfte umgepflügt, im Folgejahr wird der Vorgang auf dem anderen Teilstück wiederholt. Dieses Vorgehen bietet Insekten, Vögeln und auch Niederwild wie dem Rebhuhn oder dem Feldhasen das ganze Jahr hindurch Versteck-, Nist- und Nahrungsmöglichkeiten. „Unser Ziel ist es, aktiv einen Beitrag für mehr Artenschutz zu leisten“, so Günes weiter.

Bei der Entwicklung und Umsetzung des Förderprogramms stand neben dem Landschafts-Erhaltungsverband auch das Amt für Landwirtschaft und Naturschutz des RheinNeckar-Kreises beratend zur Seite.

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