Die Lindenbacher Lindenbank in Lingental – Rustikale Rösbach-Raststation

(fwu – 7.4.21) Das genaue Alter dieses mächtigen Baumes ist unbekannt und bisher hat auch noch niemand die Jahresringe gezählt. Tatsache ist jedoch, dass die riesige Linde am Ortseingang und rechten Fahrbahnrand von Lingental (aus Leimen kommend) irgendwann so groß und ausladend geworden war, dass sie eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellte. 

Die Verkehrssicherungspflicht gebot es, diese Gefahr zu beseitigen und so kam es, dass sich eine günstige Gelegenheit zur Fällung bot, als die L600 im Zuge der Sanierungsarbeiten sowieso gesperrt war.

Die Linde kurz nach der Fällung

Bei einem Baum dieser Größe ist das natürlich eine Sache für die Profis. Stück für Stück wurden  die einzelnen Äste  abgesägt, bis nur noch der nackte Stamm übrig geblieben war. Dieser würde dann fachmännisch eingekerbt und zur gewünschten Seite gefällt. Aus den vielen Ästen und einem Großteil des Stammes wurde danach wertvolles Kaminholz. 

Profis am Werk

Doch das knapp drei Meter lange dickste Stück des Stammes sollte nach dem Willen  des Eigentümers Bruno Lindenbach einer besonderen Bestimmung zugeführt werden.

Mit Kettensäge und Geschick wurde ein Stück herausgeschnitten, so dass eine Sitzbank entstand. Und ein weiteres Stück des Stammes wurde zu einem dazu passenden Tisch.

v.l.: Tobias und Bruno Lindenbach bei „Probe rasten“

Die viele Zentner schwere Bank und der Tisch wurden sodann am Anfang (oder Ende, je nachdem) des neugestalteten Wanderweges entlang des Rösbaches  in Lingental platziert und bietet nun Wanderern und Spaziergängern einen willkommenen Rastplatz mit schöner Aussicht auf das kleine Tal. Und wer will und genügend Zeit hat kann am Tisch die Jahresringe der alten Linde zählen und so ihr Alter feststellen. Wer ein Taschenmesser dabei hat, darf auch gerne seine Initialen oder ein Herzchen einritzen. Bank und Tisch sind so robust, dass sie das etliche Jahrzehntelang aushalten werden.

Wer dann nach seiner Rast die Wanderungen oder den Spaziergang fortsetzt, darf auch gerne als Dank für diese rustikale Ruhezone einen Gruß hinüber zum Anwesen der Lindenbachs auf die andere Straßenseite hinüberwinken.

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