Dünenputz 144 mit handfester Beteiligung durch Gemeinderat und Bürgermeister – von Friedrich-Wilhem Uthe

Dr. Löscher mit „seinen“ gemeinderätlichen Helfern und Bgm. Kletti

(fwu) Am Samstag war in Sandhausen wieder Dünenputz angesagt, diesmal mit herzhafter und vor allem handfester Unterstützung durch Mitglieder des Gemeinderates. Unter Organisation und Leitung von Dr. Manfred Löscher wurde der Sand in einigen Parzellen von der Vegetation befreit, die das Gedeihen von Trockenrasen und das Wachstum seltener dünenspezifischer Pflanzenarten behindert.

Knapp vierzig (!) fleißige Helfer hatten sich um 10 Uhr eingefunden um in einer Morgenschicht bei bestem und beinahe für körperliche Arbeit zu warmen Wetter Hacke, Harke und anderes Gerät zu schwingen und dem Naturschutz zu dienen. Schon nach kurzer Zeit stand vielen der Schweiz auf der Stirn. Ohne schweres Gerät und nur mit den eigenen Händen  ist das Ausgraben von Wurzeln echte Schwerarbeit!

Die „amtliche“ Statistik des Dünenputzes

Das gemeinsames Arbeiten verbindet, bewiesen die Mitglieder des Gemeinderates. Trotz unvermeidlicher und belebender Frozzeleien griffen alle ordentlich zu und beackerten das gleiche Stück Düne unter den gestrengen Augen von Dr. Löscher, der vermelden konnte, daß es sich bereits um den 144 Dünenputzeinsatz des Jahres handelt und die letztjährige Rekordmarke von 180 Terminen und ca. 2.800 geleisteten Arbeitsstunden in diesem Jahr wohl wieder übertroffen werde.

Hauptziel aller Pflegemaßnahmen ist die Erhaltung der dünentypischen Sandrasengemeinschaften. Da diese immer wieder überwachsen werden und sich laufend Büsche und Bäume „ansiedeln“, ist eine stete Pfege erforderlich. Da sich die Naturschutzbehörden aus Finanznot aus diesen arbeits- und kostenintensiven Arbeiten zurückziehen müssen, wird private Initiative immer wichtiger. Wie Löscher betonte, werden die privaten Initiativen besonders der Schulen inzwischen auch fachlich als kompetent angesehen und mehrere wissenschaftliche Projekt, z. B. bei „Jugend-forscht“ bringen immer wieder neue Erkenntnisse über die Pflanzen- und Tierwelt im Dünenbereich.

Nach 2 1/2 Stunden intensiver Handarbeit konnten sich alle Helfer bei einem gemeinsamen Imbiß am Fuße der Düne stärken, zu dem von Dr. Löscher auch frischer Apfelmost angeboten wurde. Gut 100 Stunden Arbeitsleistung fließen nach diesem Dünenputz in die Statistik ein und Bürgermeister Kletti bedankte sich namens der Stadt bei allen Helfern für ihr Engagement.

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