Erich, die Ritterhummel – Staffel 2 / 4 – „Das Libellen-Auge“

Die Blaunesseln auf der anderen Seite der Wiese

(Episode 4) Einige Stunden später wachte Erich auf, weil er spürte, dass ihn jemand weckte. Erich erschrak und fragte: „Wer bist du denn?“ „Ich bin Tobi, Erfinder meines Zeichens, und wer bist du?“ ,,Erich heiße ich.“ „Nett, dich kennen zu lernen, Erich. Woher kommst du und was machst du hier?“, frage Tobi. „Ich komme aus einem kleinen Hummel-Dorf und ich möchte auf die andere Seite der Pferdewiese zu den Blaunesseln gelangen, aber ich schaffe es einfach nicht,“ antwortete Erich.

Die spindeldürre Grille Tobi

Tobi hörte aufmerksam zu und Erich erzählte ihm alles in Ruhe. Tobi und Erich könnten unterschiedlicher nicht aussehen. Erich war eine kleine, runde Hummel. Wohingegen Tobi spindeldürr und ziemlich groß war. Er war eine Grille. Außerdem trug er eine blaue Mütze, auf der eine große gelbe Sonne zu sehen war.

Tobi verschwand für einen kurzen Moment und schwupsdiwups war er schon wieder da. „Ich präsentiere – meine neuste Erfindung. Ich nenne es: „Libellen-Auge.“ Ich habe es aus besonderen Glitzersteinen gebaut, die ich auf unserer Wiese gefunden habe. Sie sind mir regelrecht ins Auge gesprungen, weil sich das Sonnenlicht darin brach. Es hat eine Weile gedauert, bis ich ihnen ihr Geheimnis entlocken konnte. Diese Glitzersteine haben die Eigenschaft, dass man weit entfernte Dinge wie vor seiner eigenen Hand sehen kann. Damit siehst du die Gefahren rechtzeitig und kannst ausweichen. „Woher hast Du denn diese tolle Idee?“, wollte Erich begeistert wissen. „Ich hatte schon immer ein Talent, Dinge zu bauen und helfen ist einfach schön“, antwortete Tobi.

Erich setze sich das Libellen-Auge auf. Das war ein seltsamer Anblick. Eine Hummel, die einen Libellen-Kopf auf hatte. Ein solches Flugwesen hatte die Goldglückwiese noch nie gesehen. Erich sah alles gestochen scharf und hatte wirklich den Durchblick. Mit diesem Auge konnte Erich auf die andere Seite der Wiese gelangen, ohne dass die Pferde ihn mit den Pferdeschweifen treffen würden.

Die Wollbienen konnte er damit schon von weitem erkennen. Erich bedankte sich noch einmal herzlich: „Du warst mir echt eine große Hilfe, Du bist ein toller Erfinder!“ Erich startete sofort einen neuen Versuch, die Pferdewiese zu überfliegen. Die kleinsten Insekten auf dem Boden oder auf den Pflanzen wirkten plötzlich riesengroß. Doch schlagartig bekam er Kopfschmerzen, es wurde ihm übel und er begann zu taumeln. Er wollte sich das künstliche Auge vom Kopf reißen, doch es war zu spät. Er trudelte und musste vor lauter Übelkeit notlanden.

Sein Plan war gescheitert. Diesmal dauert es einige Tage, bis seine Niedergeschlagenheit neuem Mut Platz machte. Nach einigen Tagen, an denen Erich die Zeit damit verbrachte, seine gescheiterten Versuche quasi in Zeitlupe immer wieder zu durchleben, beschloss er, dass er sich nun lange genug Leid getan hatte und er etwas unternehmen musste, wenn er nicht als Erich, der Gescheiterte, in die Geschichte der Hummeln eingehen wollte.


 

Ostern erschien hier die erste Staffel der Kindergeschichten von

„Erich, die RitterHummel –

von einem der ausflog, das Abenteuer zu finden“ .

Die große böse Hornisse

Hier nun die zweite Staffel mit spannenden Abenteuern und einem neuen Einstieg in die wunderbare Welt von Erich. Wieder geschrieben von Schülerinnen und Schülern der Otto-Graf-Realschule unter Klassenlehrer Martin Kohler mit Illustrationen von Thielo Herb.


 

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