Evangelische Kirche beschließt Trauung Gleichgeschlechtlicher Paare

(nm – 23.4.2016). Die badische Landessynode hat auf ihrer Frühjahrstagung in Bad Herrenalb am vergangenen Samstag (23.4.) mit großer Mehrheit beschlossen, dass auch gleichgeschlechtliche Paare in einem Traugottesdienst öffentlich gesegnet werden können.

„Eingetragene Partnerschaften nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz können in einem evangelischen Traugottesdienst öffentlich unter Gottes Gebot und Gottes Verheißung gestellt werden“, heißt es in dem Beschluss, der ab sofort gilt.

Der Gottesdienst soll wie eine Trauung gefeiert und als Amtshandlung in das Kirchenbuch eingetragen werden. Für die weitere Gestaltung erstellt der Evangelische Oberkirchenrat auf Antrag der Landessynode nun eine „gemeinsame Lebensordnung für Ehe und Lebenspartnerschaft und für den Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung bzw. der Begründung eines Lebenspartnerschaft zu erarbeiten“.

„Es wurde intensiv, leidenschaftlich, bis an die Grenzen gehend gerungen, den richtigen Weg in Verantwortung vor Kirche und Gott und seinen Menschen zu finden“, berichtete der Synodale Jochen Kunath (Freiburg) aus den Ausschüssen, in denen die Beschlussvorlage erarbeitet worden war. Eine Pfarrerin bzw. ein Pfarrer kann den öffentlichen Gottesdienst ablehnen; der zuständige Dekan bzw. die zuständige Dekanin beauftragt dann eine andere Person mit dem Gottesdienst. Die Landessynode hat zugleich ihr Bedauern darüber ausgedrückt, „dass lesbischen und schwulen Menschen Leid zugefügt wurde“. Weiter heißt es in dem Beschluss: „Aufgrund einer erneuerten intensiven theologischen Beschäftigung erkennt die Landessynode die Gleichwertigkeit von verschiedengeschlechtlicher und gleichgeschlechtlicher Liebe, Sexualität und Partnerschaft an, die verantwortlich vor Gott gelebt werden.“

Nathalie Müller, Landessynodale

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1 Kommentar für “Evangelische Kirche beschließt Trauung Gleichgeschlechtlicher Paare”

  1. Roland Schmiermund

    „bis an die Grenzen gehend gerungen“.

    Die evangelische Kirche hat sich in der Beliebigkeit aufgegeben. Trottelt Zeitgeister hinterher und steht für nichts.

    Ich kann mich mit diesen Treiben nicht mehr identifizieren. Wird nun Zeit die persönlichen Konsequenzen zu ziehen, nach 33 Jahre Kirchenmitgliedschaft.

    „Den Glauben an die evangelische Kirche verloren“ ist ein passender Satz.

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