
Wer die ganze Faschingskampagne so stramm feiert wie die Frösche aus St. Ilgen, braucht sich nicht wundern, wenn am Ende das Portemonnaieaus Zwiebelleder zu sein scheint. Schaut man hinein, kommen einem die Tränen. Angesichts der harten Tatsachen bliebt den Fröschen also nichts anderes übrig, als zum ehemals billigsten Lebensmittel, dem Hering, zu greifen um das Ende der 5. Jahreszeit noch mit einem halbwegs akzeptablen Essen am Aschermittwoch zu begehen.

Man traf sich in der Ägidiushalle und konnte froh sein, daß einige reiche „Geldsäcke“ doch den einen allerletzten Schein nicht ausgegeben hatten und wenigsten diesen Letzten dann mit einer Klammer aufhängen konnten um damit den traurigen (aber leckeren) Hering mit Pellkartoffeln zu bezahlen.
Das gleichzeitig „Frosch“ Norbert Schweikert seinen 75. Geburtstag feierte, hob die Stimmung dann doch vom triesten Aschermittwochskater- auf wenigstens Normalniveau und ihm wurde ein gemeinsames Ständchen mit Klavierbegleitung durch Ehrensenator Rudi Seiler dargebracht.

Weitere Lichtblick des Karnevals-Beerdingsevents war Leimen-Lokal Redakteur Fritz Uthe, der mit der Faschingssaison noch nicht abgeschlossen zu haben schien und als Rocker verkleidet antrabte. Nach einiger Lästerei in seine Richtung (Danke!!!!) durfte er aber dennoch bleiben…. damit dieser Bericht erscheinen kann …
Am Rande anzumerken sei noch, daß ein tiefer und unüberbrückbarer Spalt durch die ansonsten geeinten Reihen der Frösche geht! Es gibt dort (viele) FC Bayern München und (wenige aber vorlaute) Schalke-Fans … was zu immerwährenden Diskussionen und Frotzeleien führt. Ein echter Kanevalsverein eben!




