Herrliches Frühlingswetter siegt über Lockdown – Abstimmung mit den Füßen

(fwu – 22.2.21) Noch in der vorletzten Woche erfreute  der Winter mit Schnee viele Menschen und animierte zum Rodeln. Dieses Wochenende nun sind nicht nur die Störche aus dem Winterquartier zurückgekehrt, sondern auch der Frühling ist da! Herrliches Wetter, blauer Himmel, Temperaturen von 15° im Schatten und über 20° in der Sonne! Kurze Hosen und T-Shirt-Wetter.


Da hielt es sehr viele Menschen nicht mehr im Haus. Spaziergänger wohin man auch sah. Besonders viele Menschen, meist Familien mit Kindern sah man in Leimen auf dem Waldspielplatz am Naturfreundhaus und auf dem Georgi-Marktplatz. Sport getrieben wurde von halben Hundertschaften am Basket II / Fischwasser mit der Calisthenics-Anlage und auf dem Basketballplatz hinter der Realschule. Niemand trug Maske, Abstände halten war Glücksache. Hygiene-Konzepte gab es nicht. Niemand kontrollierte. Ganz so, als gäbe es Corona nicht (mehr).


Die erste Runde Frühling gegen Corona-VO ging also ganz klar an den Frühling. Und das schöne Wetter soll anhalten. Die Menschen werden nicht zu Hause sitzen bleiben! Es zieht sie hinaus und zur Aktivität.

Es wird daher zunehmend schwieriger, den vom Lockdown betroffenen Firmen, eine Fortsetzung der aktuellen Politik zu vermitteln. Gerd-Peter Gramlich von Leimen aktiv im BdS hat sich diesbezüglich bereits eindeutig geäußert. Er schrieb hier: „Die Entscheidung der Politik, den Lockdown erneut zu verlängern, sorgt für Frust und Verärgerung bei allen betroffenen Gewerbetreibenden. Die weiter geltenden Beschränkungen sind oft unlogisch und wenig nachvollziehbar.“

Die oben beschriebene frühlingshafte Realität unterstreicht dies noch einmal nachdrücklich. Das Gewerbe wird langsam aber sicher durch die Fortsetzung des Lockdowns stranguliert.


Die „normalen“ Menschen können sich hingegen mit den Füßen entscheiden. Sie wollen Lockerungen. Sie nehmen sie sich und halten sich immer weniger an die geforderten Regeln. Wohl gefahrlos, denn im derzeitigen Landtags-Wahlkampf dürfte zudem die Durchsetzung der Corona-AHA-Grundsätze (Abstand halten, Hygiene-Maßnahmen beachten und „Alltagsmaske tragen!) durch die Ordnungshüter und mit Bildern von Polizeieinsätzen gegen draußen Sporttreibende kaum erwünscht sein. 

Eine echte Zwickmühle für die Politik.


Passend dazu diese Polizeimeldung vom Montag


Viele Menschen im Rhein-Neckar-Raum genießen die Sonne und ein frühlingshaftes Wochenende – Polizei musste vielfach auf Einhaltung der Corona-Regeln hinweisen

Bei schönstem Wetter zog es im Rhein-Neckar-Raum am Samstag und Sonntag Menschen scharenweise nach draußen. In öffentlichen Parkanlagen sowie auf Wanderwegen, Spiel- und Bolzplätzen, Uferanlagen an Rhein/Neckar und in Naherholungsgebieten, wie bspw. auf dem Königsstuhl in Heidelberg war ein sehr hohes Besucheraufkommen zu festzustellen. Da bleib es nicht aus, dass sich die Menschen in Zeiten der Pandemie gelegentlich auch zu nahekommen. Dennoch wurden die derzeit geltenden Bestimmungen der CoronaVO weitestgehend eingehalten.

In Mannheim wurden bereits gegen 13:45 Uhr am Samstag keine weiteren Gäste in den Herzogenriedpark eingelassen, weil die maximale Besuchergrenze schnell erreicht war. Am Samstagnachmittag konnte im Bereich des Alten Messplatzes eine Gruppe von ca. 50 Personen festgestellt, die weder die Abstandsregelung einhielten, noch eine Mund-Nase-Bedeckung trugen. Eine entsprechende Lautsprecherdurchsage der Polizei führte schnell zur Verbesserung der Situation.

In Hemsbach, an der „alla hopp!“-Freizeitanlage, hielten sich am Samstagnachmittag über 500 Personen, überwiegend Familien mit Kindern, auf. Polizeistreifen waren präsent und wiesen aktiv auf die Einhaltung der Abstandsregeln hin. Gegen 17 Uhr beendete die Polizei eine private Veranstaltung in Sinsheim. Dort hatten sich insgesamt 17 Personen aus fünf verschiedenen Haushalten zu einem gemeinsamen Treffen zusammengefunden. Identitäten wurden festgestellt und die Betroffenen erwartet nun ein Bußgeldbescheid.

Auch am Sonntag lockte strahlender Sonnschein die Menschen in der Region mit besten Bedingungen für einen Spaziergang ins Freie an die frische Luft. Die maximale Besuchergrenze war im Herzogenriedpark bereits gegen 12 Uhr erreicht und ein weiterer Zugang musste durch die Parkverwaltung unterbunden werden.

Damit keine weiteren Besucherinnen und Besucher sich auf den Weg zum Park machten, wiesen Rundfunkdurchsagen auf die Parkschließung hin. Die Innenstädte in Heidelberg und in Mannheim waren ebenfalls durchgängig stark frequentiert. Besonders in der Heidelberger Altstadt und auf der Alten Brücke drängten sich zeitweise die Menschen sehr. Die Polizei wurde aber nicht müde, auf die notwendigen Mindestabstände hinzuweisen und appellierte mit viel Fingerspitzengefühl an das Verantwortungsbewusstsein und die notwendige Solidarität beim Genießen der wärmenden Sonne in Zeiten der Pandemie.

Auch die „alla hopp!“-Anlagen in der Region waren am Sonntag wieder sehr gut besucht. In der Anlage mit angeschlossenem Skater-Park in Sinsheim wurde gegen 13.00 Uhr ein sehr stark erhöhtes Besucheraufkommen festgestellt. Hier prüfte auch der kommunale Ordnungsdienst der Stadt Sinsheim, ob die Regeln eingehalten wurden. Ähnlich war die Situation auf der Anlage in Hemsbach.

In der Mannheimer Neckarstadt musste ein Bolzplatz in der Nähe des Neuen Messplatzes vorsorglich geschlossen werden. Dort hatten ca. 40 junge Leute Fußball gespielt und waren beim Erblicken der Polizei schnell davongelaufen.

Gegen 14.00 Uhr nahm die Anzahl der Besucher an der Neckarwiese in Heidelberg deutlich weiter zu. Die bis zu 2.000 Personen, die sich insbesondere auf den dortigen Kinderspielplätzen und im Bereich einer Kioskanlage aufhielten, gewährleisteten teilweise keinen ausreichenden Abstand mehr. Die Polizei verstärkte ihre Präsenz, um einen Hotspot zu vermeiden. Neben einer direkten Ansprache durch die Ordnungskräfte wurde auch hier mit Lautsprecherdurchsagen freundlich aber bestimmt auf die notwendige Einhaltung der CoronaVO hingewiesen.

Die Aussichtsplattform Königstuhl war schon um 13.00 Uhr so stark frequentiert, dass Besucher durch gezieltes Ansprechen zum Verlassen der Örtlichkeit aufgefordert wurden.

Am Strandbad, im Waldpark und an der Rheinpromenade in Mannheim-Neckarau genossen teilweise bis zu 1.000 Personen die frühlingshaften Temperaturen. Auch gut besucht war die Hafenpromenade in Mannheim-Jungbusch. Hier wurden in der Spitze ca. 800 Personen festgestellt. Auch an der Wasserturmanlage Mannheim befanden sich zeitweise bis zu 300 Personen. Durch gezieltes Ansprechen und offene Präsenz mit vielen Fußstreifen konnten ebenso hier Verstöße gegen die CoronaVO überwiegend unterbunden werden. Teilweise war es aber auch erforderlich, dass Personalien festgestellt werden, um Bußgeldanzeigen fertigen zu können.

Am Sonntagabend beschwerten sich Anwohner im Bereich der Rheinpromenade über sogenannte „Poser“. Hier erteilte die Polizei den Verkehrsrowdies nach umfassender Kontrolle Platzverweise.

Das Polizeipräsidium Mannheim war auf die Situation gut vorbereitet. Insgesamt befanden sich am Samstag und am Sonntag neben den regulären Kräften des Streifendienstes noch weitere 120 Polizeibeamte zusätzlich im Einsatz, um die Bestimmungen der CoronaVO zu überwachen. Die Polizistinnen und Polizisten kontrollierten über 2.600 Personen und stellten insgesamt 370 Verstöße gegen die Corona-Verordnung fest.

LeimenBlog.de Ihre lokale Internetzeitung für Leimen, Nußloch, Sandhausen

Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=137062

Sie müssen eingeloggt sein, um kommentieren zu können. Login

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Informationen...

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen