Ist Leitungswasser teuer? Neues von der Hardtgruppe

(bs) Die Verbandsversammlung des Wasserversorgungsverbandes Hardtgruppe unter Leitung von Oberbürgermeister Wolfgang Ernst im Mai stand im Zeichen des Jahresabschlusses und der Weichenstellungen für 2012.

Geschäftsführer Bruno Sauerzapf erläuterte. Der Jahresabschluss 2011 umfasst Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 2,26 Millionen Euro im Erfolgsplan, wobei die bedeutendste Einnahmequelle mit 96 % der Wasserverkauf an die Verbandsmitglieder war.

Bei den Ausgaben schlagen insbesondere die

  • Abschreibungen mit 760 T€,
  • die Betriebskosten mit 476 T€,
  • die Zinsen mit 464 T€,
  • der Kraftstrombezug mit 205 T€ und
  • der Wasserpfennig mit 166 T€ zu Buch.
  • Die Personalkosten belaufen sich auf 9 % oder 205 T€ und sind verhältnismäßig niedrig.

Die Kalkulation für die Betriebsumlage lag bei der Planaufstellung 2011 bei 0,76 € je m³, abgerechnet wurden 0,76 € je m³, so dass an die Verbandsmitglieder Leimen 31.437,05 €, Sandhausen 17.617,26 €, Walldorf 25.308,63 €, insgesamt 74.362,94 € erstattet werden.

Die Investitionen in Höhe von 1.274 T€ wurden durch Kredite in Höhe von 850 T€ (netto), Abschreibungen und aus Deckungsmittel aus Vorjahren in Hohe von 556 T€ finanziert. Dadurch wurden Finanzierungsmittel in das Jahr 2012 in Höhe von 872 T€ übertragen. Deshalb können die Investitionen 2012 ohne Kreditaufnahme getätigt werden.

Der Zweckverband legt Wert auf eine kontinuierliche Sanierung der Verbandsanlagen, so dass bis 2011 ein Ersatzbrunnen für 268 T€ gebohrt, die Verbandswasserleitung in der Bahnhofstraße mit 468 T€ saniert, der Druckwindkessel im Wasserwerksgebäude mit 140. T€ erneuert und die Verbandsleitung nach Lingental mit einem Inliner für 175 T€ ertüchtigt wurden.

Dipl. Ing. Erich Schulz erläuterte die geplanten Maßnahmen für 2012. Grünes Licht gaben die Verbandsmitglieder für die Erneuerung der Förderleitung Auftragsvergabe Förderleitung HB I bis HB II in Leimen für 360.000 €, die Sanierung der Verbandsleitung in der Hauptstraße in Sandhausen für 353.000 €, die Betonsanierung der Betriebsbehälter im Wasserwerk Sandhausen für insgesamt 500.000 €, den Ersatz für ein 40 Jahre altes Notstromaggregat im Wasserwerk Sandhausen für 120.000 € sowie der Sanierung des Eingangsbereichs beim Hauptwasserwerk für 30.000 €.

Alles Maßnahmen, die der Substanzerhaltung der Verbandsanlagen dienen.

Leimen-Lokal-Redaktion:

Beträge im Artikel teilweise durch die Redaktion gerundet.

Ein Liter Trinkwasser kostet übrigens 0,07 CENT

Eine volle Badewanne mit 200 Litern schlägt also lediglich mit 14 Cent zu Buche! 

Der tägliche durchschnittliche Wasserverbrauch von 153 Litern pro Bürger kostet ca. 11,5 Cent.

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4 Kommentare für “Ist Leitungswasser teuer? Neues von der Hardtgruppe”

  1. Gerhard Scheurich

    Na, da war ja ein echter cooler Rechner am Werk.

    0,07 Cent pro Liter. Selten so gelacht. Da sollte man schon erklären, wer diese Summe zahlt. Leider nicht der Bürger.

    • admin

      Wo er recht hat, hat er recht! Diese internen Verrechnungspreise kommen so natürlich nicht beim Bürger an. Da kostet das deutlich mehr. Wasser plus Abwasser (Regel: was reingeht, kommt auch wieder raus …) liegen bei ca. 4,- € / m3, entsprechend 0,4 Cent pro Liter.

  2. Skeptiker

    Auf alle Fälle machen die bei der Wasserversorgung eine gute Arbeit und das ist das wichtigste.

    • Gerhard Scheurich

      Das sehe ich genauso.

      Ich finde nur, dass die Menschen wissen sollten, was es wirklich kostet und das es wertvoll ist.

      Ich trinke es jeden Tag anstelle von Mineralwasser. Mehr Vertrauen kann man den Stadtwerken nicht schenken.

Kommentare sind geschlossen

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