Kommt Bürger-Strom vom Schuldach? AL Sandhausen möchte prüfen

(sh – 26.3.19) Die Anregung von Karin Belzner, die Bürger über eine Bürger-Energie-Genossenschaft an der regenerativen Energieerzeugung vor Ort zu beteiligen, griff die Alternative Liste Sandhausen gerne auf und konnte für eine Informationsveranstaltung die Heidelberger Energiegenossenschaft gewinnen.

Andreas Gißler (links) von der Heidelberger Energiegenossenschaft und Gemeinderat Ralf Lauterbach informierten über die Möglichkeit für Bürgerstrom in Sandhausen. Foto: heb

Dass Sandhausen als ‚Sonnengemeinde‘ viel Potential hat machte Gemeinderat Ralf Lauterbach deutlich. Zumal innerhalb der nächsten vier Jahre ohnehin die energetische Sanierung des Friedrich-Ebert-Schulzentrums ansteht und auf dem Flachdach viel Platz für Solarmodule vorhanden ist.

Andreas Gißler, ehrenamtlicher Vorstand der Heidelberger Energiegenossenschaft, wies auf einem Luftbild auf die großen ungenutzten Dachflächen hin. Gerade Schulen seien gut für Solarenergie geeignet, da der meiste Strom tagsüber benötigt werde wenn vergleichsweise viel Strom produziert wird. Dasselbe gelte für den Bauhof.

Neben der beachtlichen Entwicklung der Energie-Genossenschaft , die bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, ging Gißler näher auf die Konditionen für die Bürger ein. Schon ab 100 Euro könne man Energiebürger werden. Im Schnitt bringe ein Mitglied aber rund 5 000 Euro in die Genossenschaft ein. Die Möglichkeit, zusätzlich in Solarprojekte zu investieren, werde von den Mitgliedern gern genutzt, auch weil es für diese Darlehen 3 Prozent Zinsen gebe.

Ungefähr 100 Mitglieder seien nötig, um die Solarmodule auf dem Sandhäuser Schuldach zu finanzieren, schätzte er und blickte optimistisch in die Zuhörerreihen. „17 sind da, das sind ja schon mal nicht wenige.“ Die Finanzierung bezeichnete er ohnehin als „nachrangiges Problem“. Die Frage sei eher: Ist es machbar? Und bekommt man für das Projekt eine Mehrheit im Gemeinderat zusammen?

Zumindest zur technischen Machbarkeit konnte Gemeinderat Lauterbach Hinweise geben. Das Dach werde so vorbereitet, dass Solarmodule installiert werden können, berichtete er. Da es auch ein Nahwärme-Kraftwerk gibt, das einspeist, müsse noch geklärt werden, wie beide Systeme nebeneinander betrieben werden können. Lauterbach versprach: „Bürgerstrom vom Schuldach, das ist auf jeden Fall ein Ziel, das wir weiterverfolgen wollen.“

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