Leserbrief Alexander Hahn: Replik auf den Leserbrief von Richard Huber

(ah – 13.3.21) Herr Huber kritisiert in seinem Leserbrief vom 12. März meinen Leserbrief vom 3. Februar. Das ist sein gutes Recht.

In meinen damaligen Leserbrief habe ich meine Erfahrungen aus der Leimener Kommunalpolitik einfließen lassen. Denn seit nahezu einem Jahr bemühen wir in der Kommunalpolitik uns, in größtmöglichem parteiübergreifenden Konsens der Krise Herr zu werden.

Aus dieser Erfahrung heraus komme ich persönlich zu folgendem Schluss: Die Kommunen müssen im Augenblick m. E. vieles ausbügeln, was auf Bundes- und Landesebene in Sachen Pandemie-Bekämpfung nicht gut genug gemacht wird.

Herr Huber fragt, ob ich Hinweise zur Lösung habe. Das ist eine berechtigte Frage. Hier ein paar Gedanken:

In Bayern kann man sich nach meiner Kenntnis einmalig registrieren lassen und erhält dann per SMS oder per Mail einen Impfterminvorschlag. Zudem kann man sich nach meinem Wissen in Bayern per Postkarte für einen Impftermin anmelden, wird dann zurückgerufen und erhält ein Terminangebot. Das ist gerade für diejenigen, die im Internet nicht so aktiv sind, sinnvoll. Und es ist deutlich angenehmer, als nachts um 1 Uhr im Internet mit viel Glück einen Termin ergattern zu müssen, wie es in Baden-Württemberg der Fall ist.

Über die Impfproblematik hinaus seien noch zwei Stichworte genannt: Verlässlichkeit und Empathie.

Verlässlichkeit – Wie kann es sein, dass Bundesgesundheitsminister Spahn Mitte Februar öffentlich ankündigt, dass es ab 1. März flächendeckende Corona-Schnelltests gibt und Bundeskanzlerin Merkel ihn kurz darauf zurückpfeifen muss? In einer Demokratie müssen die Bürger die Aussagen und Entscheidungen der Politik nachvollziehen können.

Empathie – Wenn ich mit Gewerbetreibenden spreche, erfahre ich sofort, dass sehr vielen das Wasser bis zum Hals steht. Wahrscheinlich hören alle Kommunalpolitiker im Augenblick diese Klagen vor Ort. Ich habe aber ganz und gar nicht den Eindruck, dass diese Sorgen in ausreichendem Maße in Stuttgart und Berlin gehört werden.

Deutschland ist ein hochindustrialisiertes Land. Wieso gelingt bei uns gerade nicht das, was in anderen Ländern teilweise durchaus besser gelingt?

Alexander Hahn, FDP-Stadtrat, Leimen


Hinweis: Alle Leserbriefe findet der geneigte Leser in der Rubrik „Leserbriefe“.

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