Leserbrief Alexander Hahn: Replik auf Altstadtrat Müller

Widerspruch, Herr Altstadtrat Müller! – Replik zu dessen Leserbrief vom 15.03.2016

Leimen erlebt gerade wahrlich einen Glücksfall:

6832 - Alexander Hahn

Alexander Hahn (Foto: Archiv)

Es haben sich mit Frau Foß, Herrn Karaaslan und Herrn Reinwald drei sehr respektable Persönlichkeiten zur OB-Wahl aufgestellt. Das war nicht selbstverständlich!
Herr Reinwald hat im Wahlkampf sehr großen Fleiß, Ausdauer sowie die Fähigkeit, den Menschen zuzuhören, bewiesen. In seiner Ansprache am Wahlabend zeigte Herr Reinwald Größe. Das hat mir persönlich sehr imponiert. Wenn Herr Reinwald genauso als Oberbürgermeister agiert, wird Leimen in acht Jahren erheblich besser dastehen!

Leimen hat seit vier Jahren mit Frau Felden eine sehr kompetente und überaus fleißige Bürgermeisterin. Sie hat im Zuge der OB-Wahl bewiesen, dass sie eine Politikerin ist, die ihr gegebenes Wort hält, und sich aus dem OB-Wahlkampf gänzlich herausgehalten.

Ich hoffe sehr, dass der zukünftige OB, die Bürgermeisterin und der Gemeinderat rasch sowie gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten werden. Sofern das gelingt, mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft Leimens.

In zwei Punkten muss ich allerdings Herrn Altstadtrat Wolfgang Müller erheblich widersprechen, da ich zwei Aussagen seines Leserbriefs als eindeutig falsch empfinde:

Der OB-Wahlkampf war meines Erachtens nicht gänzlich fair und respektvoll: Es gab im Reinwald-Lager eine Handvoll Personen, die mit verbalem Dreck und Unwahrheiten um sich geworfen haben, auch auf Leimenblog und gerade gegen Frau Felden. Davon nehme ich Herrn Reinwald ausdrücklich aus. Ich hatte vielmehr den Eindruck, dass Herr Reinwald dieses Verhalten der besagten Handvoll Personen selbst als falsch angesehen hat und sich davon zu distanzieren versuchte. Das hat mir Herrn Reinwald sympathisch gemacht. Ich hoffe sehr, dass Herr Reinwald diese besagten Personen in seiner zukünftigen Amtszeit auf Distanz hält. Dem politischen Klima und dem allgemeinen Wohl Leimens würde dies sicher sehr gut tun!

Bei der Landtagswahl haben über 22 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Leimen die AfD gewählt. Diesen Umstand finde ich persönlich erschreckend und beängstigend! Gerade angesichts dieser Tatsache ist aus meiner Sicht jedes Engagement im Sinne der Demokratie zu begrüßen! Das gilt meines Erachtens auch für eine Wählerinitiative während eines OB-Wahlkampfs, ganz unabhängig davon, wie man zu deren Aussagen steht. Denn: „Demokratie ist keine Glücksversicherung.“ Dieses Zitat stammt vom ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, der ab 1933 erleben musste, wie eine Demokratie zu Grunde gerichtet wurde und wie das zu Krieg sowie Völkermord führte.

An alle Bürgerinnen und Bürger von Leimen habe ich daher die dringende Bitte: Verteidigen Sie unsere Demokratie gegen die, die die Axt an sie zu legen versuchen!

Alexander Hahn, Leimen

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2 Kommentare für “Leserbrief Alexander Hahn: Replik auf Altstadtrat Müller”

  1. Roland Schmiermund

    Lieber Herr Hahn,
    inwiefern sollte es „persönlich erschreckend und beängstigend“ sein, wenn Bürger urdemokratisch eine Wahl treffen?

    Ihren Appell unterstützte ich, aber ich glaube nicht, dass wir die gleichen Schlüsse aus der Analsyse der Situation gezogen haben. Die Bedrohung für die Republik sitzt in Berlin, nicht in Leimen.
    Die Partei AfD ist eine Antwort auf eine politisch-mediale Klasse, die sich nicht mehr um die bürgerlichen Interessen scherrt. Stattdessen irgendwo her komische Ideen haben und der Bevölkerung ihre Ideen aufzwingen wollen. Ob da nun der Rechtstaat sein Veto einlegt, scheint der Bundesregierung nicht mehr zu interessieren.

    Gruß

  2. I_Schmidt

    Zum Absatz:
    “An alle Bürgerinnen und Bürger von Leimen habe ich daher die dringende Bitte: Verteidigen Sie unsere Demokratie gegen die, die die Axt an sie zu legen versuchen!“
    Gerade das haben die Wähler der AfD getan. Sie sehen, dass der etablierte sozialistische Einheitsbrei nur zu Bevormundung und Gängelei führen. Die Parteien unterscheiden sich nicht mehr. Mitsprache ausgeschlossen. Opposition nicht sichtbar.
    Wir sollten dankbar sein, dass bereits 22 % der Leimener Wähler verstanden haben, dass eine politische Opposition dringend nötig ist. Geben wir der AfD die Möglichkeit zu zeigen, dass sie gute politische Arbeit abliefern kann. So funktioniert Demokratie. Zur nächsten Wahl besteht dann die Möglichkeit das Kreuz wieder an anderer Stelle zu setzen, falls die Hoffnungen falsch waren.
    Zur Erinnerung, auch die Grünen fingen einst als Protestpartei an ….
    Ingo Schmidt, Leimen

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