Leserbrief: Wolfgang Krauth zur Gemeinschaftsschule St. Ilgen

2377 - Wolfgang Krauth SPD

Wolfgang Krauth, Foto: SPD

Soll die Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Leimen-St. Ilgen eine Gemeinschaftsschule werden – oder Werkrealschule bleiben? Daran scheiden sich die Geister im Leimener Gemeinderat. Die Allgemeinplätzte in den beiden Leserbriefen in der RNZ aus den Reihen der CDU-GR-Fraktion zeigen sehr deutlich, dass man dort noch in der „heilen“ Vergangenheit lebt. Die Pädagogik hat sich weiterentwickelt und die Konzepte der 60er und 70er Jahre sind Vergangenheit. Schulen, die den aktuellen Anforderungen und Erwartungen nicht mehr gewachsen sind, werden sterben, denn Eltern und Schüler stimmen heute „mit den Füßen“ ab.

Statt über „rot-grüne“ Ideologie zu klagen, sollte die CDU lieber mit darüber nachdenken, wie man in einer Großen Kreisstadt wie Leimen der Einwohnerschaft aus der eigenen und den Umlandgemeinden ein attraktives Schulangebot für den Nachwuchs machen kann. Eine gute Realschule ist zu wenig. Viele Schüler/innen in Leimen und St. Ilgen brauchen eine stärkere Förderung z. B. im Rahmen einer Ganztagesbetreuung. Dazu müssen wir Geld in die Hand nehmen. Der Name, den die GSS dann trägt ist zweitrangig.

Bei den Schulen Geld zu sparen, um es für einen Bäderpark oder ein neues Rathaus auszugeben, ist weder nachhaltig noch zukunftsorientiert. Es sei denn, man legt es gezielt darauf an, die Leimener Schüler/innen, die nicht auf die Realschule gehen können, allesamt der Versorgung durch die Umlandgemeinden zu überlassen und die GSS in absehbarer Zeit zu schließen, um dort weitere Reihenhäuser zu bauen.

Wolfgang Krauth,  SPD-Gemeinderat

Für Sie ausgesuchte Artikel - ebenfalls lesenswert:

LeimenBlog.de Ihre lokale Internetzeitung für Leimen, Nußloch, Sandhausen

Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=46236

1 Kommentar für “Leserbrief: Wolfgang Krauth zur Gemeinschaftsschule St. Ilgen”

  1. I_Hoernberg

    Wäre es nicht sinnvoll, wenn die Werkrealschüler aus Nußloch, Wiesloch und Sandhausen in die GSS gehen würden? Dann könnte die Schule erhalten bleiben und die Schüler hätten weiterhin die bewährte Ausbildung. Wenn die GSS damit wirbt, dass sie als Gemeinschaftsschule Schülern mit stärkerem Förderbedarf helfen könnte, dann bestände die Gefahr, dass dies dazu führen würde, dass die GSS das Stigma einer Schule für „looser“ bekommt. Das wäre nicht gut.
    Vielleicht kommt man bei der Beurteilung und Lösung dieses schwierigen Themas weiter, wenn man analysiert warum immer mehr Eltern ihre Kinder auf Privatschulen schicken.

Kommentare sind geschlossen

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Informationen...

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen