Mehr Gewerbeflächen für eine noch bessere wirtschaftliche Entwicklung notwendig

IMG_3805.jpg(tr – 30.10.14) In Leimen treffen Gewerbevorhaben auf gute Bedingungen. Allerdings konzentriert sich das auf die Außenbereiche der Region, die jedoch in Konkurrenz zum starken wirtschaftlichen Umfeld stehen. In Leimen gibt seit dem Jahr 2000 eine konstant große Gesamtfläche an Gewerbe- und Industriegrundstücken. Mit 75 ha stellen diese Einheiten lediglich 3,6 % der gesamten Nutzfläche in Leimen dar. Zum Vergleich: Landwirtschaftliche Nutzflächen schlagen mit 694 ha und einem Anteil von 33,6 % zu Buche. Ebenso konstant wie die Gewerbeflächen sind die Grundstückspreise für 600 bis 1.200 m² große Einheiten geblieben. Diese liegen aktuell bei 272,16 Euro pro m². Kleinere Flächen unter 600 m² sind seit April mit 285,80 Euro etwas teurer geworden. Dazu gibt es in Leimen immer noch eine Reihe gut erschlossener Baugrundstücke.

Für eine positive Preisentwicklung bedarf es mehr guter wirtschaftlich nutzbarer Grundstücke und vielfältigerer Optionen, um Waren und Industriegüter auch abseits des normalen Geschäftsverkehrs ein- und zwischenlagern zu können. Darunter fallen auch Warenumschlagsplätze. Doch diese sind in Leimen nicht so zahlreich. Neue Lagerkomplexe auf neuen Gewerbeflächen könnten hier Abhilfe und Potenzial für weitere gewerbliche Aktivitäten im Ort schaffen. Das Gewerbegebiet Nordwest am „Aldi-Kreisel“ hat neulich durch den Biomarkt denn´s einen weiteren gewerblichen Händler hinzubekommen. Auch beim Gewerbepark Hagen II und der Heltenstraße haben wir bereits über gewerbefreundliche Aussichten berichtet.

Einen vergleichsweise größeren Anteil an der gewerblichen Nutzfläche nimmt das Gebiet rund um das Portland-Zementwerk von HeidelbergCement ein. Als größter Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor der Stadt haben sie einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Wie gutes Bauland die Wirtschaftskraft erhöhen kann, zeigt aktuell die neue fußballfeldgroße gelbe Halle der DHL. Das seit Anfang Januar gebaute Werk ist ein Lichtblick in Sachen nachhaltiger Nutzung vorhandener Gewerbeflächen. Ende Oktober soll das Objekt im Stralsunder Ring endgültig bezugsfertig sein. Die Lagerung von im Internet bestellten Waren und anderen Paketen erfolgt dann in Leimen, statt wie bisher in Heidelberg. Die Einwohner Leimens werden dann von kürzeren Lieferzeiten profitieren. Die mechanisierte Zustellbasis der Anlage ist bereits der Öffentlichkeit präsentiert worden. Der Testbetrieb lief bisher erfolgreich (wir berichteten).

Die Fläche war auch deshalb so gut als Gewerbehalle geeignet, weil die Post das Bauland und das Gebäude in einem Stück vom ehemaligen Besitzer HeidelbergCement erwerben konnte. Dazu waren die gute Verkehrsanbindung und die Baureife positive Argumente, wodurch sich das Investment nicht durch längere Bauzeiten verteuerte. Auf dem 17.900 m² großen Gelände waren nur einige Rodungsarbeiten notwendig. Der Oberbürgermeister ist laut eigenen Aussagen glücklich über die sinnvolle Nutzung des Geländes, da es einen enormen wirtschaftlichen Nutzen für Leimen mit sich bringen wird. Bis zu 5.500 Pakete können pro Stunde abgefertigt und in die gesamte umliegende Region in Form von 80 Zustellbezirken transportiert werden. Für das Gewerbegebiet Nord bedeutet das eine fast vollständige Nutzung der Gewerbefläche. Dieses Ziel gilt es nun auch auf den anderen Gebieten zu erreichen, die trotzdem fortwährend bedarfsgerechte Erweiterungen erfahren sollen.

Bildrechte: Flickr IMG_3805.jpg Andreas Quilling CC BY SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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