So war die 44. Nußlocher Straßenkerwe

(nu – 16.9.16) Wie in jedem Jahr am zweiten Wochenende im September, so hieß es auch dieses Jahr wieder: auf zum größten Fest in der Gemeinde! Zum 44. Mal feierte Nußloch seine Straßenkerwe. Mit dem musikalischen Programm des Musikzugs KC Nußloch begann die offizielle Eröffnungszeremonie, moderiert von Volker Kaltenmeier, auf dem Rathausvorplatz.

7853 - Nusslocher Kerwe Bilderseite 1In mehreren Vorberichten in der Rathaus-Rundschau wurde angekündigt, dass sich eine Abordnung des Klosters Lorsch auf den Weg nach Nußloch macht um Nußloch an das Kloster zurückzufordern. So erschienen am Samstag um 16:00 Uhr insgesamt 33 Mönche, zusammengestellt aus mehreren Generationen der Kerweborschd, auf dem Rathausvorplatz. Der innerörtliche Geheimdienst hatte zuvor erfahren, dass sie aufgeteilt in zwei Gruppen Argumente für und wider einer Rückkehr zum Kloster vorbringen werden. Entscheiden über diese Rückkehr sollte Seine Eminenz „Erdbeerschorsch Innozenz Impotenz III.“ (Wolfgang Schneider).

In einer über fast eineinhalb stündigen Debatte auf der sonnenüberfluteten Rathaustreppe wurden nun die Argumente für das Für und Wider getauscht. Abschließend wurde der Verbleib Nußlochs in seiner Selbständigkeit an fünf Forderungen, die bis zum Montagabend alle erfüllt sein müssen, gestellt. So wird erwartet dass Bürgermeister Rühl lernt Austern zu öffnen, dass die in der Hauptstraße an den Straßenlaternen hängenden Blumengefäße alle gegossen sind, dass am Montagabend zwanzig Trauerweiber in Trauerkleidung das Herz der Mönche erweichen, dass bis dahin fünf neue Kerweborschd gefunden werden und zu guter letzt, dass ein bestimmter geheimer Keller zu finden ist.

7853 - Nusslocher Kerwe Bilderseite 2Nach insgesamt 34 Bekanntgaben, die von den einzelnen Mitgliedern der Abordnung verlesen wurden, übergab „Erdbeerschorsch Innozenz Impotenz III.“ das Wort an das weltliche Oberhaupt der Gemeinde. Bürgermeister Karl Rühl dankte in seiner kurzen Ansprache den Kerweborschd für die ihre Darbietung sowie den Anwohnern der Kerwemeile für deren Verständnis. Mit dem Wunsch in den bevorstehenden Tagen gemeinsam eine gute Stimmung sowie eine herzliche und freundliche Atmosphäre zu haben und viele nette Gespräche führen zu können, eröffnete er offiziell die 44. Nußlocher Straßenkerwe mit der abschließenden Bitte: „Tragen Sie alle dazu bei, dass unsere Straßenkerwe ein schönes, gelungenes und gewaltfreies Fest wird“. Im Anschluß übergab er symbolisch die Schlüsselgewalt an die „Mönche des Kloster Lorsch“

Das Kerwebier wurde auch in diesem Jahr von der Heidelberger Brauerei gespendet. Doch anders als in den letzten Jahren vollzog zunächst nicht Bürgermeister Rühl den Anstich. Diese Aufgabe wurde von „Erdbeerschorsch Innozenz Impotenz III.“ an „Schwester Ines“ übertragen. Leider mit nicht ganz dem gewünschten Erfolg, so musste doch kurzer Hand der Rathaus Chef, moralisch unterstützt von seinem Amtskollegen aus Sandhausen Bürgermeister Georg Kletti, helfend einschreiten. Der Gerstensaft lief, die Gläser konnten gefüllt werden und das wartende Volk erfreute sich am Freibier.

Am Samstagabend war rund um den Lindenplatz dann wieder einiges geboten. An den Vereinsständen wurde zuerst der Hunger gestillt bevor sich das Feiervolk der flüssigen Nahrung zuwandte. Schausteller Peter Schmidt aus Mannheim hatte den Kindern einen für sie gerechten Vergnügungspark eingerichtet, der ausgiebig genutzt wurde.

Der Kerwesonntag begann bei strahlendem Sonnenschein mit dem mittlerweile zur Tradition gewordenen ökumenischen Gottesdienst vor dem Rathaus.

Der Frühschoppen an den Vereinsständen mit vielen Leckerbissen aus der Kurpfalz, aus Baden, Deutschland und Frankreich sowie eine Autoschau in Verbindung mit dem verkaufsoffenen Sonntag des Einzelhandels und der Gewerbetreibenden sorgten für vielfältige Abwechslungen. Bei den verschiedenen Karussells, Gutselständen und Aktivitäten hatten auch die Kinder ihren Spaß.

Wie am Kerwesamstag bei der Kerweeröffnung von Erdbeerschorsch Innozens Impotenz III. angekündigt, wurde am Montag die Erfüllung der gestellten Aufgaben zum Erhalt der Nußlocher Selbstständigkeit überprüft. Innozens Impotens III. konnte dem versammelten Volk die Erfüllung der Aufgaben verkünden. Abt Ambrosius Nectarius (Michael Drach) zeigte sich überzeugt und übergab die Schlüsselgewalt zurück an Bürgermeister Karl Rühl. Im Anschluss wurden die neuen Kerweborschd getauft. Die Kerweröffnung sollte damit auf Jahre hinaus gesichert sein zumal der jüngste Kerweborschd aller Zeiten, Moritz Keller, bereits bei der Eröffnung das Versprechen gab, die Kewe im Jahr 2066 zu organisieren und zu eröffnen! Allerdings mit der kleinen Einschränkung, dass sein Opa und der Wolfgang ihm dabei helfen.

An allen drei Kerwetagen gab es aber auch wieder viele musikalische Darbietungen: Livemusik, unter anderem von den „Mondspritzern“ und der Gruppe Calipo hatten die Vereine im Programm. Zum Kerweausklang spielte die Acustic Cover Band „Clou“ im Festzelt des Musikvereins Feuerwehrkapelle und die Band SAX-MANIA im Zelt des Musikzug KC Nußloch auf.

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