Spielstraße ohne Kinder, dafür mit Stolperfallen und reichlich Verkehr. WARUM?

Gefährliche Engstelle - Zweimal eine halbe Spur?

Leimens neueste „Spielstraße“ stellt für viele Fahrzeugführer momentan ein Ärgernis dar. Das kleine Stückchen Straße vor der ehemaligen Brauerei (Rathausstraße / Nußlocherstraße) wurde als Spielstraße ausgewiesen und die entsprechenden Schilder wurden am Beginn dieser Spiel-Idylle als künstliche Fahrbahnverengung aufgestellt.

Ein Schildbürgerstreich?

Dieser verkehrsberuhigte Bereich (wie sich die StVO ausdrückt) verlangt, daß Fußgänger, spielende Kinder und KFZ-Verkehr gleichberechtigt sind und Fahrzeuge nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen.

Nun, Fußgänger und Kinder sind in dieser Spielstraße momentan zwar äußerst selten, dafür brummt der Verkehr weiter durch dieses künstliche Nadelöhr. Zwar in der Regel langsamer als auf einer normalen Straße, aber deutlich schneller als die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit.

LKW? Da wird´s arg eng am Spielstraßeneingang

Die geringere Geschwindigkeit wird auch nicht mit Rücksicht auf dort kaum vorkommende Fußgänger / Kinder gefahren (oder gar weil es die StVO vorschreibt), sondern,weil die straßenmittig eingebauten „Regenrinnen“ sonst die Fahrzeugführer tüchtig durchschütteln oder die Stoßdämpfer ruinieren.

Für Rad- und Moped- und Motorradfahrer sind diese Rillen künstliche Gefahrenquellen, die bei Nacht oder schlechter Sicht nur schwer zu erkennen sind und leicht Stürze provozieren können. Darüberhinaus stellen die Rillen für jeden Rollstuhlfahrer ebenfalls riskante Hindernisse dar. Dies wurde vom Bauamt auch bereits erkannt und wird in Kürze entschärft.

Ein erstes "Opfer" - Bei Schrittgeschwindigkeit vermeidbar!

Die durch die Beschilderung hergestellte Engstelle dürfte sich im Moment als Unfallschwerpunkt erweisen, da sich begegnende (zu schnelle) Fahrzeuge einander erst spät sehen und dann plötzlich bremsen und ausweichen müssen. Die ruinierte Treppenstufe zeugt davon und auch das Spielstraßen-Schild selbst wurde schon umgefahren. Das ist vermeidbar!

Einfach l-a-n-g-s-a-m fahren!

Dies Alles stellt zwar momentan ein Ärgernis dar, muß allerdings im größeren Zusammenhang gesehen werden. Der gesamte Bereich der Rathausstraße wird laut Planung verkehrsberuhigt. Die zweite Bauphase, vom Beginn der Rathhausstraße bis zur Turmgasse, wird voraussichtlich zum Jahresende begonnen und der Rathausplatz selbst in 2012/13 umgebaut.

Spätestens DANN dürften hier auch fußgängerisches Leben und spielende Kinder anzutreffen sein. Das jetzt bereits vorhandene, kurze, erste Stück wurde wegen der abgeschlossenen Baustelle „Heltenstraße“  gleich mit ausgebaut. Kein steuerzahlender Bürger hätte Verständnis dafür gehabt, wenn eine solchermaßen abgeschlossene Baustelle nach 2 Jahren wieder aufgerissen wird.

Von daher der Rat an alle Autofahrer: Wer die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit einhält, vermeidet alle Risiken. Und am Ende, nach erfolgtem Fertigausbau, wird Leimen ein gutes Stück schöner sein. Das sollte uns das momentane „Ärgernis“ wert sein.

 

LeimenBlog.de Ihre lokale Internetzeitung für Leimen, Nußloch, Sandhausen

Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=5298

Kommentare sind geschlossen

Anmelden | Entworfen von Gabfire themes

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Informationen...

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen