Straßendaten werden erfasst – Mit mobiler Straßentechnik durch die Stadt Leimen

Orange-Silbernes Messfahrzeug mit Kameras auf dem Dach der Firma Eagle Eye Technologies

(mu – 17.8.20) Das orange-silberne Messfahrzeug mit Kameras auf dem Dach, das demnächst durch Leimen fährt, wird sicherlich vielen Bürgern auffallen. Bei der Befahrung werden die Straßenzustandsdaten, durch den beauftragten Berliner Technologieanbieter eagle eye technologies, genau aufgenommen und optisch erfasst.

Anschließend werden die Daten für die Stadt aufbereitet und dokumentiert. Diese sollen als Grundlage für den Aufbau eines Straßenkatasters dienen. Darüber hinaus kann die Stadt Leimen zukünftig ihre Unterhaltungs- und Erhaltungsmaßnahmen ganz gezielt planen und durchführen.

Um das Straßennetz funktionsfähig und sicher zu erhalten, sind Unterhaltungs- und auch Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Damit vorhandene Mittel möglichst optimal eingesetzt werden, will die Stadt Leimen diese Aufgaben auch zukünftig auf Basis der zu erfassenden Zustandsdaten planen. Dazu nimmt das eagle eye-Fahrzeug die ca. 45 km kommunalen Straßen und Wege genau auf. „Die zuständigen Mitarbeiter haben die Straßenerhaltung im Blick, können Vergleiche zu bereits vorhandenen Daten ziehen, Prognosen ermitteln und Maßnahmen sinnvoll planen. Bei Bedarf haben sie die Möglichkeit jeden Straßenabschnitt direkt am Rechner in Augenschein zu nehmen. Das spart Zeit und Geld für Begutachtungen vor Ort und macht unsere Arbeit noch deutlich effektiver“, betont Hans D. Reinwald, Oberbürgermeister der Stadt Leimen.

Die Erfassung geschieht, wie der Firmenname „eagle eye“ andeutet, buchstäblich mit Adleraugen: Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Befahrung erfasst werden. Zahlreiche Kameras erfassen gleichzeitig den Straßenraum und nehmen die Verkehrsanlagen auf. Die eagle eye-Daten werden ausschließlich zu internen Zwecken, also für die Dokumentation der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, genutzt. Die Datenaufnahme ist wetterabhängig und dauert nach Beginn wenige Tage. Im Ergebnis erhält die Verwaltung exakte Zustandsdaten aller Straßenflächen. Die digitalen Daten werden in das örtliche Geoinformationssystem eingepflegt.

Die Pflege und Erhaltung der öffentlichen Straßen und Wege stellt unterschiedliche Herausforderungen an die Stadtverwaltung. Zum einen müssen finanzielle Mittel für die Sanierung, den Erhalt und den Ausbau budgetiert werden und zum anderen sollen diese Mittel auch wirtschaftlich geplant und eingesetzt werden. Für eine strukturierte Planung aller Ressourcen benötigt die Kommune aktuelle und detaillierte Infrastrukturdaten.

Das sind wichtige Argumente für die Kommune: „Wir sind bestrebt, bei der Erfassung möglichst viele Fachdaten für unsere Stadt zu generieren“, führt OB Reinwald weiter aus. „Gleichzeitig legen wir natürlich großen Wert auf eine sehr gute Datenqualität, denn nur so können wir die Ergebnisse später wirklich vielseitig und sinnvoll verwenden.“

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