Tag des Schießsports: Schützengilde Heimattreu zeigt Vorderlader – von Friedrich-Wilhem Uthe

Eine echte „Feuerbüchse“ macht auch tüchtig Pulverdampf!

(fwu) Man sieht es ja so oft im Fernsehen und den allseits beliebten Actionfilmen. Da wird geballert, was das Zeug hält und nur alle paar Hundert Schuß müssen „Rambo“ & Co. einmal nachladen. Warum die Kugel aus dem Laufe fliegt, scheint belanglos, Hauptsache es kracht!

Krachen ließen es auch die Mitglieder der Schützengilde Heimattreu aus Gauangelloch! Sogar recht laut und eindrucksvoll mit einer Menge Pulverdampf, der an Kanonen erinnerte. Denn hier bekam man einen echten Eindruck davon, was es in den früheren Zeiten mit dem Schußwaffengebrauch auf sich hatte. In den Zeiten der Vorderlader und Schwarzpulver-Feuerwaffen.

Das Vorderlader-Zubehör: Kugeln, Pulverflasche und „Portionsgläser“

Was für ein mühsames Geschäft, einen Vorderlader mit Schwarzpulver zu stopfen und dann die Kugel mit Schußpflaster ebenfalls von vorne und mit Ladestock nachzuschieben! In der Ruhe eines Schießstands und bei „schönem Wetter“ schon wirklich zeitaufwendig.

Wie muß das denn erst früher „im Felde“ und bei schlechter Witterung von statten gegangen sein? Ach ja – auch ein Zündhütchen muß noch aufgesetzt werden, dann der Hahn gepannt und der Stecher gezogen werden, bevor man an`s Schießen denken kann!

Die „gute, alte“ Vorderladerpistole in Action

Genau diese Art des Schießens mit Vorderladerpistole und Vorderlader-Gewehr konnten Gäste beim Tag der offenen Tür in Gauangelloch nicht nur sehen, sondern auch selbst einmal ausprobieren, um dann festzustellen, daß es garnicht so einfach ist, darüberhinaus auch noch auf der 25 Meter Bahn zu treffen! Doch beim Schwarzpulverdonner war das genaue Treffen nicht die Hauptsache, sondern die hautnahe Demonstration dieser altertümlichen Technik.

Damit’s im Winter einen Platz im Garten hat … die neue „Jurte“

Mit Luftpistole und Luftgewehr auf dem 10 Meter Stand konnte dann mit modernen Waffen gezeigt werden, wie es denn mit dem Treffen so aussieht. Auch hier ist für den Laien durchaus nicht einfach und wer sich erst einmal mühte, das Schwarze zu treffen, verstand bald, daß es nicht umsonst „Sportschützen“ heißt. Denn richtiges Schießen (und Treffen!) ist ein Sport und auch eine Kunst, die erst einmal erlernt werden will! Ab 16 Jahren und mit Einverständnis der Eltern ist es möglich im Schießsportverein mit dem Erlernen dieser Kunst zu beginnen.

Man sitzt ganz gut darin!

Außer dem Schwarzpulver-Probeschießen und dem Wertungsschießen mit den Luftdruckwaffen, war auch für das leibliche Wohl bei der Schüztengilde gesorgt. Hinter dem gemütlichen Vereinsheim wurde gegrillt. Dort war auch eine neue „Jurte“  von den Vereinsmitglieder frisch aufgebaut  worden, die im kommenden Winter zum gemütlichen Beisammensein bei Glühwein dienen wird, denn auch jenseits des Schießsports sind die Vereinsmitglieder häufig im Vereinsheim anzutreffen und pflegen den freundschaftlichen Zusammenhalt. Offizielles Training ist jeweils Freitags ab 19.00 Uhr und wer Interesse am Schießsport hat oder sich eingehend informieren will, ist herzlich willkommen.

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