Tolle Erlebnisse: Schüler des Fr.-Ebert-Gymnasiums auf Australien-Schulbesuch

(Von Max Degraf – 31.12.18) Voller Vorfreude ging es am 26. Oktober für 21 Schüler und die beiden Lehrerinnen, Frau Schrick und Frau Robb, um 10 Uhr morgens am Bahnhof St. Ilgen-Sandhausen los zum Frankfurter Flughafen. Obwohl wir alle aus verschiedenen Klassenstufen kamen, verstanden wir uns schon dort sehr gut und hatten viel Spaß bei der Anreise. Um 15 Uhr ging unser erster Flug, der 6 Stunden dauerte, nach Dubai. Unsere Vorfreude und Aufregung stiegen immer mehr, als wir nach 2 Stunden Aufenthalt an einem der größten Flughäfen der Welt weiter nach Melbourne flogen. Der nächste Flug war für die meisten, trotz 14 h Länge, der kürzere Flug, da wir seelenruhig schliefen. Wer nicht schlafen konnte, beschäftigte sich mit dem großen Angebot an Infotainment. Zur Überraschung war das Essen im Flugzeug sogar besser als wir es erwartet hatten.

Aufgrund der 10 h Zeitverschiebung kamen wir in Melbourne um 0 Uhr schon am 28. Oktober an, wo wir sehr nett von Nicole Taylor, die für den Austausch hauptverantwortlich ist, abgeholt wurden. Um 1 Uhr wurden wir von den Familien an der Blackburn Highschool sehr herzlich begrüßt. Wir waren zuerst sehr aufgeregt, da wir nicht wussten, was uns erwarten würde, jedoch wurde keiner von uns enttäuscht, denn die australischen Familien begeisterten uns mit ihrer Lebensfreude und Gastfreundlichkeit.

Den ersten Morgen verschliefen die meisten, deshalb war der erste Tag für uns eher zum Ausruhen gedacht. Viele konnten sich auch schon einen ersten Eindruck von diesem wunderschönen Land machen. Die nächste Nacht war für die meisten von uns aufgrund des Jetlags eher kurz, sodass wir die Notwendigkeit sahen, eine 2 Uhr-Nachts-Gruppe zu bilden.

Am Anfang fanden wir den Aufenthalt von 2,5 Wochen in den Familien tatsächlich zu lang, was wir im Verlauf der Wochen jedoch merkten, war, dass der Aufenthalt viel zu kurz sein würde, da dieses Land einfach so viel Neues, das wir nicht verpassen wollten, bietet.

Am ersten Schultag ging es für uns auch schon los mit der australischen Schule, die erst um 9 Uhr beginnt. Anders als in Deutschland gibt es dort ab 8:40 Uhr noch die sogenannte „mentor group“, bei der über Neuigkeiten in der Schule berichtet wurde. Lustigerweise waren wir in der Schule in Häuser eingeteilt, was uns alle an Harry Potter erinnerte.

Schon am ersten Schultag merkten wir schnell, dass der englischsprachige Unterricht für uns kein Problem darstellte, was aber nicht bedeutet, dass wir nichts dazulernten. Unser Englisch verbesserte sich von Tag von Tag. Die australische Schule begeisterte uns nicht nur durch den sehr entspannten Unterricht, in dem jeder Schüler an seinem Laptop oder auch Handy saß, sondern auch durch die tollen Leute auf dieser Schule, denn es schlossen sich nicht nur beste Freundschaften mit unseren Austauschschülern, sondern auch mit deren Freunden, mit denen wir auch jetzt noch Kontakt haben.

In dieser Woche unternahmen wir am Mittwoch einen Ausflug in das Quantum Victoria. Wir waren uns zuerst nicht sicher, was dieses Quantum sein sollte. Viele dachten, dass es ein Museum ist, jedoch war es eine Schule, mit dem Schwerpunkt Informatik. In Victoria gibt es einige spezialisierte Schulen, in denen Schüler sich nach ihrem persönlichen Interesse weiterbilden können. In dieser Schule hatten wir die tolle Möglichkeit, zu lernen mit einem 3D-Drucker umzugehen und wir durften alle unser eigenes kleines Souvenir entwerfen. Die anderen Tage der Woche hatten wir die Möglichkeit, uns im australischen Unterricht zurecht zu finden und zudem hatten wir jeden Tag eine Stunde Landeskunde, die dazu diente, die faszinierende Tradition und Kultur Australien kennenzulernen. Wir backten Muffins, zeichneten auf Boomerangs, lernten viel über die Geschichte Australiens und hatten einen „morning tea“.

Nach dieser sehr informationsreichen und spannenden Schulwoche hatten wir ein langes 4-tägiges Wochenende, da am Dienstag der berühmte Melbourne Cup, eines der größten Pferderennen, stattfand. An diesem Wochenende erlebten alle etwas Außergewöhnliches. Wir lernten zum Beispiel die atemberaubende Tierwelt und Landschaft Australiens kennen oder hatten schöne Tage in Strandhäusern. Australien hat unserer Meinung nach viele der schönsten Strände der Welt! Viele sind auch nach Melbourne gegangen und hatten dort einen schönen Tag in der Stadt, betrachteten den Big Ocean Road oder Phillip Island. Andere sind Koalas streicheln und klettern gegangen. Jeder hatte ein wundervolles verlängertes Wochenende, was die Beliebtheit von Australien und den intensiven Bund mit den Familien stärkte.

An diesem Wochenende lernten wir auch selbstständiger zu sein und konnten uns mit der Anwendung unserer Englischkenntnisse herausfordern. Wir wurden zudem auch offener gegenüber Neuem. In der zweiten Woche erlebten wir noch viel Neues, da wir sogar zwei Ausflüge hatten. Am Mittwoch gingen wir mit unseren Austauschschülern und mit Schülern, die im April in Deutschland waren, in das Healesville Sanctuary. Dieses Sanctuary ist ein Zoo mit ausschließlich einheimischen Tieren. Wir sahen Kängurus, Ameisenigel, Wombats, Schnabeltiere, Tasmanische Teufel, Koalas und Emus.

Am darauffolgenden Tag ging es für uns nach Melbourne in den botanischen Garten. Dort hatten wir eine Führung von einer echten Ureinwohnerin und wurden sogar mit Rauch gereinigt. Daraufhin gingen wir noch in den „shrine of remembrance“. Am Freitag hatten wir noch eine Stunde Australian Football und eine Abschiedsversammlung, um sich von uns Deutschen zu verabschieden. Nach einem erneut wunderschönen Wochenende und einem weiteren Schultag am Montag hatten wir am Montagabend noch ein Abschieds-BBQ. Am Dienstag folgte leider schon der tränenreiche Abschied. Wir waren alle extremst traurig, da wir einfach von diesen tollen Familien und schönen Tagen nicht wegwollten.

Weiter ging es nach Melbourne, wo wir die erste Hälfte des Tages in ein Landeskunde-Museum gingen. Danach hatten wir bis um 7 Freizeit und konnten tun und lassen, was wir wollen. Wir gingen auf den Markt in Melbourne, auf das höchste Gebäude von Melbourne und dessen Aussichtsplattform und in viele weitere Läden. Daraufhin ging es für uns mit dem Nachtzug weiter nach Sydney. Unsere Fahrt, die wir wieder mit größtenteils Schlaf verbrachten, ging 12 h lang. Am nächsten Morgen kamen wir an unserer Jugendherberge, die direkt neben dem Bahnhof war, an. Lustigerweise war unsere Jugendherberge in „Chinatown“, was wir als sehr cool empfanden.

Am ersten Tag machten wir eine kleine Tour durch die Stadt. Da unsere Herberge direkt im Zentrum war besichtigten wir die Oper, gingen an den wunderschönen Hafen und auf den Markt, um günstige Schnäppchen für unsere Familie zu ergattern. Jeden Abend bekamen wir ein paar Stunden Freizeit, um allein die Stadt zu besichtigen. Weil es an den meisten Orten in Australien Free-Wifi gab, sind wir auch nicht verloren gegangen. Dadurch, dass wir abends sozusagen selbst unser Programm gestalten konnten, sahen wir umso mehr von der Stadt.

Am nächsten Tag ging es nach einem sehr ausgewogenen Frühstück ab zum Hafen von Sydney. Zuerst gingen wir noch in einen Supermarkt, um uns etwas zum Mittagessen zu kaufen, was wir auch den Tag darauf machten. Dort sind wir mit einer Fähre zum Sydney Zoo gefahren, da Sydney aus mehreren Inseln besteht. Dies war nicht unser einziger Trip mit der Fähre. Der Sydney Zoo hatte eine atemberaubende Aussicht auf die Skyline von Sydney und die Tiere dort, die wir oft ohne Gitter besichtigen konnten, waren auch wunderschön. Wir haben sogar ein Wombat gestreichelt. Abends hatten wir wieder bis um 9 Uhr Freizeit und gestalteten uns den Abend selbst. Wir gingen erneut zur Oper und hatten einfach unseren Spaß.

Am nächsten Tag fuhren wir mit der Fähre nicht zum Bondi Beach, sondern zum Manly Beach, da dieser Strand noch viel schöner sein soll. Wir wurden nicht enttäuscht. Wir hatten zudem noch eine gute Wanderung durch die ganze Insel. An diesem Tag wurde uns so langsam klar, dass unser Trip leider bald vorbei sein wird, weswegen viele nochmal abends ein gemeinsames Abschiedsessen veranstalteten, da sich unter uns noch größere Freundschaften gebildet hatten. Nach unserer sehr schönen abendlichen Freizeit gingen wir wieder in die Herberge, um unsere Koffer zu packen. Um 3 Uhr nachts ging es dann auch schon ab zum Flughafen, da unser Flug schon um 6 Uhr morgens ging. Unser Rückflug war vergleichbar mit dem Hinflug, mit dem einzigen Unterschied, dass wir mehr Spaß hatten, da wir noch bessere Freunde waren. Am gleichen Tag wurden wir um 20 Uhr deutscher Zeit wieder von unseren wartenden Eltern begrüßt.

Für uns alle war es eine der besten Erfahrung in unserem Leben, da wir nicht nur unser Englisch verbesserten, sondern uns auch persönlich weiterbilden konnten. Wir wurden offener, selbstständiger, haben neue Leute kennengelernt, die wir nie wieder vergessen werden, unsere soziale Kompetenz wurde größer und unsere Verantwortung wurde gefördert. Keiner von uns wird diese Zeit jemals vergessen. Da wir unsere Australier so sehr vermissen, ziehen viele sogar in Betracht, noch mal nach Australien zu reisen, um sich wieder zu treffen. Wir wissen nie, ob sich diese Möglichkeit im Leben noch mal bietet. Für diesen günstigen Preis (Nur Flug und Taschengeld) war die Reise atemberaubend. Es war eine Anlaufstelle für eventuell spätere Sprachreisen, da wir solche Erfahrungen erneut erleben wollen.

 

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