Vortrag über Betrugsmaschen: Polizei warnt vor neuen Tricks am Telefon und im Netz
(gwr – 27.5.26) 24 Besucherinnen und Besucher kamen am Montag, 18. Mai 2026, ins katholische Gemeindehaus Mauritius in Leimen. Dort sprach Vanessa Schmitt von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Mannheim über Trickbetrug an der Haustür, am Telefon und im Internet. Eingeladen hatte der Caritas-Ausschuss der ehemaligen Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen in der römisch-katholischen Kirchengemeinde Wiesloch. Der Ausschuss greift regelmäßig Themen auf, bei denen viele Menschen Rat suchen oder unsicher sind.
Betrüger nutzen immer neue Maschen
Vanessa Schmitt schilderte, wie Täter vorgehen: vom Haustürgeschäft über Enkeltrick- und Schockanrufe bis hin zu Betrug über soziale Netzwerke. Einige Zuhörer berichteten dabei auch von eigenen Erfahrungen. Manche waren selbst schon Ziel solcher Anrufe oder Nachrichten geworden.
Besonders eindringlich war der Hinweis auf neue Betrugsfelder. Aktuell häufen sich laut Schmitt Anrufe rund um Krankenversicherung oder Pflegeleistungen. Die Täter versuchen dabei, persönliche Daten zu erfragen, um später an Geld zu gelangen. Häufig nennen sie sogar einen eigenen Namen und wirken dadurch seriös. Schmitt riet den Anwesenden, Gespräche konsequent abzubrechen. Auch wenn das im ersten Moment unhöflich erscheine: Niemand müsse am Telefon persönliche Angaben machen.
Viele Fälle bleiben schwer aufklärbar
Ein weiteres Thema des Abends war die schwierige Strafverfolgung bei Betrug über Telefon oder Internet. Trotzdem sei es wichtig, jeden Vorfall anzuzeigen, damit die Polizei Entwicklungen und neue Maschen erkennen könne.
Betroffene können sich an ihre örtliche Polizeidienststelle wenden. In Leimen ist das Polizeirevier unter der Telefonnummer 17490 erreichbar sowie per Mail an [email protected]. Außerdem können Anzeigen über die Onlinewache der Polizei Baden-Württemberg aufgegeben werden: Onlinewache der Polizei Baden-Württemberg. Wer Beratung sucht oder Informationsmaterial bestellen möchte, findet Hilfe bei: Polizei-Beratung.de
Dort steht auch die Broschüre „Im Alltag sicher leben“ für Seniorinnen und Senioren bereit. Nach dem Vortrag verteilte Vanessa Schmitt weiteres Informationsmaterial an die Besucher. Die Broschüre ist derzeit allerdings nicht in gedruckter Form verfügbar. Die Präventionsstelle der Polizei in Wiesloch plant, sie später wieder in Rathäusern auszulegen.
Zum Abschluss dankten die Veranstalter Vanessa Schmitt für den Vortrag und den Gästen für den offenen Austausch ihrer Erfahrungen.
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