„Menzer-Straße-Nachbarschaftsfest“ –
Ein voller Erfolg!
(wm – 21.7.26) Im Wandel der Zeiten bewegt sich das Nachbarschaftsfest der Anwohner und Anrainer der Leimener Georg-Ludwig-Menzer-Straße. Vor Jahrzehnten wurde es als Straßenfest in Leimen von den inzwischen verstorbenen Werner Heringer und Kurt Walena sowie von Karl-Heinz Hess initiiert. Dann aber fiel es über viele Jahre in einen Dornröschenschlaf, ehe die heutigen „Veranstalter“ Michael Hornisch, Michael Lechler und Alexander Schuster es vor neun Jahren wieder wach küssten und als Nachbarschaftsfest etablierten. Und so fand das Fest dieses Mal – Corona ließ es zweimal ausfallen – zum siebten Mal statt.
Nachbarschaft im Mittelpunkt
Die Idee ist in all diesen Jahren die gleiche geblieben: nicht nebeneinander daherleben, sondern sich in diesem schönen Leimener Quartier besser oder neu kennenzulernen und eine gute Nachbarschaft untereinander sowie zwischen Zugezogenen und „Ureinwohnern“ zu hegen und zu pflegen. Nur spannten früher die „Altvorderen“ Geschirrhandtücher als Zierde über die Straße, während heute bunte Wimpelfähnchen über den Tischen und Bänken wehten. Und Leimens bekannteste Bürgerin, Inge Hesse, brachte keinen bunt bemalten Stromkasten mit, sondern zwei wunderbare, passende Fest-Collagen.
Zudem gab es zu Beginn der Veranstaltung prominenten musikalischen Besuch, denn Anrainer Jürgen Bähr hatte „seine“ THE MAD OLD BOYS eingeladen. So geriet der vordere Teil der Menzerstraße zu einem Pre-Event für das am kommenden Samstag im Menzerpark stattfindende Picknickdecken-Konzert der Band.
Wer war Georg Ludwig Menzer?
Also nochmals Menzer – aber wer war eigentlich Georg Ludwig Menzer? Die Antwort gab Anrainer und Altstadtrat Wolfgang Müller in gewohnt launigen Worten den zahlreichen Festbesuchern. Menzer war Lehrer an der Leimener Volksschule, der heutigen Turmschule. Er war politisch sicher nicht unproblematisch, aber sein Verdienst ist unbenommen, als Heimatforscher die erste Leimener Ortschronik geschrieben zu haben.
Diese „Beiträge zur Ortsgeschichte der Gemeinde Leimen“ erschienen in den Jahren 1949. Im Jahr 1951 verstarb Georg Ludwig Menzer – nur 59 Jahre alt. Zwei Jahre später wurde im Neubaugebiet „Birkel/Unschuld“ eine Straße nach dem Verfasser benannt. Auch „Die Flur und ihre Namen“ bearbeitete Menzer, und die alten Bezeichnungen wie „Beint“, „Bubenwingert“ oder „Birkel“ finden sich bis heute im Areal rund um die heutige Menzerstraße wieder.
Bis spät in die Nacht gefeiert
Nun war aber genug der Leimener Ortsgeschichte, und es konnte – bis spät in die Nacht – bei Bier, Wein, Wasser sowie mitgebrachten Salaten, Käse, Brot und Kuchen ausgiebig gefeiert und die Nachbarschaftsbande gepflegt werden. Welch ein gelungenes Fest! So bleibt nur noch der Dank an die heutigen Initiatoren, aber auch an die Stadt Leimen für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.
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