Dekanatsreferent Benno Müller in den Ruhestand verabschiedet

v.l.n.r. Vorsitzender des Dekanatsrates Wiesloch Dr. Klemens Gramlich, Jugendreferentin Carina Gottwald, Dekanatsreferent Benno Müller, Dekanatssekretärin Petra Sprenger und Dekan Uwe Lüttinger.

(tm- 7.6.22) „Nicht alle haben verstanden, was ich so arbeite,“ eröffnete Benno Müller seine Ansprache in der St. Maria-Kirche Schwetzingen. Dabei lächelt er sympathisch und etwas verschmitzt – ganz wie ihn viele kennen. Und die Gemeinde lacht. Aus dem ganzen katholischen Dekanat Wiesloch, aus den angrenzenden Dekanaten, dem evangelischen Kirchenbezirk und den politischen Gemeinden sind am letzten Mai-Sonntag Menschen zu einem Dankgottesdienst gekommen, um Benno Müller in den Ruhestand zu verabschieden.

Knapp zehn Jahre lang stand er als Dekanatsreferent an der Seite des amtierenden Dekans. Oft im Hintergrund, aber mit vielen Themen befasst und vor allem: in Kontakt mit ganz vielen Menschen.

Im Weiteren greift Müller dann einige seiner Wegstationen auf und erklärt, was seinen Beruf ausmacht: Als Theologe und Pastoralreferent wirkt er zunächst in der Gemeinde und im Religionsunterricht. Es folgen einige Jahre als Militärseelsorger in den Bezirken Mannheim und Bruchsal; Müller ist ansprechbar für die Soldaten und ihre Familien, deren Sorgen und Nöte. 2004 verschlägt es ihn zurück in den zivilen Seelsorgebereich der heutigen Kirchengemeinde Schwetzingen; 2012 übernimmt er die Aufgabe als Referent des katholischen Dekanats Wiesloch mit einem kleinen Teilauftrag für die Seelsorgeeinheit Hockenheim.

„Wir haben Seelsorgeeinheiten visitiert, besucht und beraten“, schaut Müller zurück. „Viel Arbeit, ein großer Aufwand, aber der Mühe wert, denn wir waren mit vielen Menschen in Kontakt und haben erlebt, wie sie sich für ihre Gemeinden engagieren.“ Auch Eheseminare hat der Pastoralreferent gegeben, ehrenamtlich Mitarbeitende für ihre Aufgaben qualifiziert und die Präventionsarbeit vorangebracht, die eine Kultur der Grenzachtung, des Respektes und der Wertschätzung im kirchlichen Bereich etabliert. Müller hat das FORUM älterwerden und die Frauengemeinschaft auf Dekanatsebene begleitet und als Kirchenentwickler gewirkt. Für die hauptberuflichen Kolleginnen und Kollegen hat er Konferenzen und Fortbildungen organisiert und teilweise geleitet. Seine große Leidenschaft gilt aber den Europapfadfindern: Seit über 15 Jahren begleitet er sie geistlich, als ihr Kurat.

„Mein Berufsbild hat sich gewandelt“, fasst Müller zusammen. „Die Pfarreien sind zu Seelsorgeeinheiten geworden und die pastoralen Räume haben sich verändert. Die Kirche entwickelt sich weiter. Kein Wunder also, wenn einer nicht genau weiß, was ich eigentlich arbeite“, sagt er mit seinem typischen Humor. Eines aber sei in all der Zeit gleichgeblieben: „Mein und unser Kernauftrag – einander im Namen Jesu leben und glauben helfen“.

Diesen Auftrag scheint Benno Müller erfolgreich erfüllt zu haben, wie in den vielen Grußworten deutlich wird, die aus dem Kreis der Kollegen, aus ehrenamtlichen Gremien und der Ökumene vorgetragen werden. Müller sei ein Mensch und Seelsorger, der Anteil nimmt und sich berühren lässt, der andere wertschätzt, ihnen achtsam und aufmerksam gegenübertritt. Auch für seine Sachkompetenz sei der „Gentleman der alten Schule“ bekannt, für seine Geradlinigkeit und seine klaren Standpunkte.

Dekan Uwe Lüttinger schloss sich den vielen Wünschen und guten Worten an: „Im Namen Jesu den Menschen leben und glauben helfen, ist dir gelungen, Benno.“ Damit das so bleibt, entließen er und die ganze Gemeinde den frisch gebackenen Ruheständler mit einem individuellen, ganz persönlichen Segen in die Zukunft hinein.

Benno Müller selbst freut sich darauf, künftig mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Noch bis Oktober übernimmt er Aufgaben in der Seelsorgeeinheit Hockenheim – vor allem den Beerdigungsdienst. Betätigen wird er sich als Dozent in der kirchlichen Erwachsenenbildung und er bleibt auf Zuruf ansprechbar für das Dekanat Wiesloch. Zum Beispiel dann, wenn es darum geht, den Stab an Raphael Brantzen zu übergeben, der im September Benno Müllers Nachfolge als Dekanatsreferent antreten wird.

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