Die Linke: Teurer Pfusch – Trinkwasserrohrleitung in der Bahnhofstraße St. Ilgen

Es ist eine Zumutung für die Anwohner in der Bahnhofstraße in St. Ilgen. Anders kann man es nicht bezeichnen. Denn die Bauarbeiten an der Trinkwasserrohrleitung verzögern sich wohl noch bis Oktober 2011. Grund hierfür sind erhöhte Werte der Pseudomonas-Bakterien, die erstmals im Juni 2011 und seither in jeder weiteren Probe gemessen wurden. Pseudomonas-Bakterien sind vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich und können unter anderem zu Lungenentzündung führen. Etwa sechs Versuche, die Rohre zu desinfizieren, blieben erfolglos. Von Chlorbleichlauge über Chlordioxid, Wasserstoffperoxid bis hin zur Peressigsäure – nichts half gegen die Keime.

Deshalb hat die bauausführende Firma beschlossen, die erst kürzlich neu verlegten Wasserleitungen – auf Drängen der Stadt – wieder auszugraben und durch neue zu ersetzen. Viel zu spät, wie wir meinen. Denn derartige Keime kommen in der Regel nur durch Unachtsamkeit, z. B. durch Schmutz an den Arbeitshandschuhen, in ein Rohrsystem. Pseudomonas-Bakterien sind sehr resistent gegen ziemlich alle Desinfektionslösungen, so dass meistens ein Rohraustausch erfolgen muss.

Das hätte die Firma wissen müssen, die sich in der Tat beim Krisenmanagement nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Auch kommt die ganze Angelegenheit die Fa. Hauck sehr teuer. Deren Geschäftsführer Jürgen Ebert schätzt, dass seinem Unternehmen ein Schaden zwischen 40.000,00 € und 60.000,00 € entstanden ist. Von anderer Seite wird der Schaden sogar auf etwa 250.000,00 € geschätzt. Fest steht jedenfalls: Es wurde eine gehörige Summe im wahrsten Sinne des Wortes „in den Sand gesetzt“.

Für die rund 60 betroffenen Haushalte bedeutet das: Weiterhin eine Schotterpiste statt einer Straße. Die Wasserversorgung muss weiterhin über eine provisorisch verlegte Notleitung erfolgen. Auch ist vom angekündigten „verstärkten Personaleinsatz“ nichts festzustellen. Für DIE LINKE hingegen ist die Sache klar: Deren Stadtrat Joachim Buchholz forderte in der letzten Gemeinderatssitzung die Stadtverwaltung auf, diese Baufirma bei künftigen städtischen Vergabeleistungen nicht mehr zu beauftragen. Die Stadt hingegen trifft keinerlei Schuld, sie hat die Anwohner immer umgehend und frühzeitig informiert, auch war für sie die aktuelle Panne überhaupt nicht vorhersehbar – sodass weder dem Gemeinderat noch der Verwaltung im Nachhinein berechtigte Vorwürfe gemacht werden können.

 Elgin Fischbach
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