Erklärung der politisch Verantwortlichen der Stadt Leimen

(pm – 12.2.22) Zusammenhalt, Respekt, Verantwortung in Coronazeiten.

Wir sind in Sorge!

Seit Beginn des Jahres 2020 leiden Menschen weltweit unter der Coronapandemie. Millionen sind gestorben und etliche leiden unter den Langzeitfolgen einer Infektion, deren endgültige Beeinträchtigungen noch nicht einmal absehbar sind.

Dabei sind die Belastungen, die durch die Pandemie und die getroffenen Maßnahmen zu unser aller Schutz entstehen, für unsere Gesellschaft enorm:

In Pflege- und Krankeneinrichtungen kommen Mitarbeitende an ihre psychischen und physischen Grenzen. Kranke und Pflegebedürftige warten einsam vergeblich auf Angehörige und die Einrichtungen dürfen nicht betreten werden.
Kinder und Jugendliche verbrachten oder verbringen abwechselnd die Zeiten allein im Homeschooling oder frierend im Klassenzimmer. Eltern müssen mit der Ungewissheit leben, ob und wann ihre Kinder die Kita oder die Schule besuchen können.

Studierende lernen nicht auf dem Uni-Campus, sondern einsam vor dem Bildschirm.

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bangen in Kurzarbeit um ihren Job und die finanzielle Absicherung ihrer Familie, während Betriebe nicht wissen, wann sie ihr Unternehmen wieder öffnen dürfen und wie man die Pandemie überstehen soll.

Wir halten zusammen! Wir sind solidarisch! Gemeinsam!

Die drastischen Einschränkungen bringen uns als Gesellschaft an die Grenzen der Belastungsfähigkeit. Und dennoch halten wir zusammen.

Wir akzeptieren – mal mit mehr mal mit weniger Verständnis – die Coronamaßnahmen, halten Abstand, lassen uns testen und impfen. Dies alles zu unserem und zum Schutz der Gefährdeten und aus Solidarität denen gegenüber, die täglich in den Krankenhäusern und Pflegeheimen alles geben.

Wir wollen Verantwortung!

Wir sind stolz auf das, was wir als Gesellschaft bisher gemeinsam durchgestanden haben. Deswegen ist es uns wichtig, dass wir zusammenhalten, Respekt auch vor anderen Meinungen haben und vor allem Verantwortung übernehmen. Wir wollen zusammenhalten, auch wenn in unserer Gesellschaft und auch im eigenen Leben manches querläuft.

In einer Demokratie sollen unterschiedliche Meinungen diskutiert und ausgehalten werden. Meinungsunterschiede können dazu beitragen, bessere Lösungen zu finden und sollen bewirken, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft wächst. In einer Demokratie können an diesen Meinungsprozessen alle mitwirken.

Wir können aber nicht wortlos zusehen, wie demokratiefeindliche Kräfte den nachvollziehbaren Unmut von besorgten, verängstigten oder unsicheren Bürgern ausnutzen und aus zwielichtigen Beweggründen zu „Spaziergängen“ anstatt zu angemeldeten Demonstrationen aufrufen, Lügen und Verschwörungstheorien verbreiten und somit Stück für Stück einen Spaltpilz in unsere Gesellschaft treiben.

Deshalb setzen wir uns für dieses Miteinander in unserer Stadt ein:

Bedrohungen und Beschimpfungen sind in Prozessen der Meinungsbildung und in demokratischen Entscheidungsfindungen fehl am Platze. Bürgerinnen und Bürger sollen weiterhin ungehindert Schulen, Kitas, Universitäten, Gesundheitseinrichtungen, Vereine und kulturelle Einrichtungen usw. besuchen können, ohne angegriffen zu werden.

Feuerwehrleute, Polizistinnen und Polizisten sowie Menschen im Gesundheitswesen sind darauf angewiesen, ungehindert zum Wohle und zur Sicherheit anderer Menschen ihre Arbeit ausführen zu können. Wir müssen insbesondere in Krisenzeiten auf den Umgang miteinander und auf unsere Demokratie achtgeben.

Wir dürfen nicht zulassen, dass radikale Kräfte beides zerstören. Wir werden zusammenhalten in einer Zeit, die für viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen schwierig ist.

Wir wollen handeln!

Wir vertrauen auf wissenschaftliche Fakten und sind dankbar für die medizinischen Erfolge. Noch nie standen in der Geschichte der Menschheit in so kurzer Zeit wirksame und sichere Impfstoffe zur Verfügung. Über 10 Milliarden Impfungen wurden weltweit bisher verabreicht. Der Ausweg aus dieser Pandemie ist das Impfen!

Wir stehen in der Verantwortung unseren Beitrag zu leisten um Leben zu schützen. Deswegen tragen wir Masken, wahren Abstand, gestalten Kontakte verantwortungsvoll und lassen uns impfen.

Wir rufen auf!

Wir sind überzeugt, dass die Mehrheit der Menschen in unserer Stadt und darüber hinaus bereit ist, für den Schutz von Menschenleben und zur Vermeidung von Leid Beschränkungen und Verzicht anzunehmen, Abstand zu wahren und andere zu schützen. Wir sind keine laute Minderheit. Wir sind mehr – mit Abstand, Verantwortung und in Solidarität.

Leimen, 10.2.2022

  • Oberbürgermeister Hans. D Reinwald
  • Bürgermeisterin Claudia Felden
  • GALL Fraktion – Ralf Frühwirt
  • CDU-Fraktion –  Richard Bader
  • FDP-Fraktion – Klaus Feuchter
  • FW Fraktion –  Rudolf Woesch
  • SPD-Fraktion – Dr. Peter Sandner

 

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