Flüchtlingsanzahl im RN-Kreis gegenüber 2012 verdoppelt – Platzprobleme

616 - RNK Logo(rnk – 19.12.13) Der starke Zustrom von Flüchtlingen stellt auch den Rhein-Neckar-Kreis vor erhebliche Unterbringungsprobleme. Daher wird die Kreisverwaltung in den Gebäuden Waibstadter Straße 9 und 11 in Sinsheim ab Mitte Januar des kommenden Jahres insgesamt neun Wohnungen für die vorläufige Unterbringung von Flüchtlingsfamilien anmieten. Mit der Anmietung soll ein vorübergehender Engpass an Wohnheimkapazitäten überbrückt werden, so dass die Nutzung der Gebäude von Anfang an auf rund ein Jahr begrenzt sein wird. Darüber informierte Landrat Stefan Dallinger am vergangenen Mittwoch, 18. Dezember 2013 den Sinsheimer Oberbürgermeister Jörg Albrecht.

Angesichts der in diesem Jahr stark gestiegenen Flüchtlingszahlen ist die Landkreisverwaltung als untere Aufnahmebehörde kreisweit auf der Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten. Mit den bereits bestehenden Unterkünften in Sinsheim, Neckargemünd, Spechbach, Walldorf, Ladenburg, Mühlhausen und Eberbach kann das Landratsamt seine Aufnahmepflicht nicht mehr erfüllen. Bis Ende November des laufenden Jahres wurden dem Rhein-Neckar-Kreis mit 633 Flüchtlingen fast doppelt so viele Personen zugewiesen wie im Vorjahr 2012. Während sich zu Beginn des laufenden Jahres 500 Personen in der Unterbringung des Kreises befanden sind dies aktuell bereits über 1000 Flüchtlinge.

In Folge dessen hat die Kreisverwaltung nach weiteren Alternativen gesucht und ist in Sinsheim noch einmal fündig geworden. Die Stadt Sinsheim unterstützt das Vorhaben. „Wir wissen um die großen Herausforderungen, denen sich der Kreis hier stellen muss, und geben gerne die notwendige Unterstützung, zumal die Familien sozial verträglich in Wohnungen unterkommen werden“, so Oberbürgermeister Jörg Albrecht.

„Ich danke der Stadt Sinsheim für die Bereitschaft diese Menschen zusätzlich für eine gewisse Zeit bei sich aufzunehmen, obwohl sich dort bereits die größte Gemeinschaftsunterkunft des Rhein-Neckar-Kreises befindet“, so Landrat Stefan Dallinger. Die Gemeinden seien unverzichtbare Partner bei der Flüchtlingsaufnahme. „Der Rhein-Neckar-Kreis ist nach wie vor auf der Suche nach geeigneten Standorten, die für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden können“, appelliert Dallinger an die Kommunen, das Landratsamt hier weiterhin zu unterstützen.

Die Hauptherkunftsländer der in den ersten elf Monaten des Jahres 2013 in Deutschland registrierten Flüchtlinge sind die Russische Förderation, Syrien, Serbien, Afghanistan, Mazedonien, Iran, Pakistan und Irak.

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