Gemeinderat beschließt die Sanierung der Theodor-Heuss-Straße in St. Ilgen

(mu 20.05.2015) In Abstimmung mit der Kommunalentwicklung, dem Amt für Verkehrswesen, Polizei und dem Landratsamt wurde bereits 2008 ein Ausbau- und Gestaltungskonzept für die Theodor-Heuss-Straße entwickelt, das nun in die Planung umgesetzt werden soll. Im Januar 2010 hatte es eine erste Bürgerinformation der Stadtverwaltung gegeben, in der Anwohner und interessierte Bürgerinnen und Bürger über die geplanten Baumaßnahmen in Kenntnis gesetzt wurden.

Nach langwieriger und nicht immer einfacher Abstimmung aller Beteiligten konnte nun der Gemeinderat in seiner Sitzung am 29. April 2015 einstimmig den Beschluss fassen, die Theodor-Heuss-Straße als eine der wichtigsten Straßen St. Ilgens von Grund auf zu sanieren, denn Wasserleitung und Kanalisation sind aufgrund ihres Alters und Zustandes mittlerweile stark erneuerungsbedürftig.

Die bestehenden Kanäle werden in den Dimensionen vergrößert und damit dem gestiegenen Bedarf angepasst; die Grundstücksanschlüsse im öffentlichen Bereich bis zur Grundstücksgrenze werden ebenfalls erneuert.

2179 - Capri-Biergarten

Pizzeria & Restaurant Capri in St. Ilgen

Am „Restaurant Capri“ fließt das Abwasser unter den Bahngleisen hindurch auf die Westseite der Gleise in den Verbandskanal der „Unteren Hardt“. Auch diese Leitung wird erneuert und vergrößert. Die Kanalisation wird auf einer Gesamtlänge von 270 Metern erneuert, die neue Wasserleitung wird eine Länge von rund 250 Metern haben. Für den Kanalbau sind Kosten in Höhe von ca. 880.000 €, für den Wasserleitungsbau von etwa 266.000 € vorgesehen.

Zusammen mit dem Untergrund wird dann auch die Straße als solches saniert, damit hier zusätzliche Belastungen der Anwohner durch spätere Arbeiten vermieden werden können – ein Verfahren, dass sich bei allen bisherigen städtischen Baumaßnahmen sehr gut bewährt hat und daher beibehalten werden soll.

Die Theodor-Heuss-Straße zwischen „Restaurant Capri“ und der Einmündung der „kleinen“ Bahnhofstraße liegt im Sanierungsgebiet Ortskern St.Ilgen. Da sie eine Kreisstraße (K 4155) ist, ist dieser für die Sanierung der Straßenflächen verantwortlich, die vorhandenen Gehwegflächen sind als städtische Grundstücksflächen dagegen Sache der Stadt.

Das gemeinsam entwickelte Konzept sieht vor, die Straßenbreite von ca. 7,00 m beim „Restaurant Capri“ auf 5,50 m zu verringern und die so auf der Nordwest-Seite gewonnenen Flächen dem Gehweg zuzuschlagen bzw. für Längsparker auszubauen. Auf der gleichen Straßenseite sind Baumpflanzungen vorgesehen. Auf der gegenüberliegenden Seite wird ein Gehweg hergestellt. Getrennt werden Fahrbahn und Seitenflächen durch Borde und Rinnen. Sobald die detaillierte Ausführungsplanung erstellt ist, wird diese noch einmal den zuständigen Behörden zur Genehmigung vorgelegt.

Entsprechend ihrer Bedeutung als Kreisstraße wird die Fahrbahn der Theodor-Heuss-Straße in Asphaltbauweise hergestellt, wobei die Vorgaben der entsprechenden Regelwerke und die Vorgaben des Landratsamtes über die erforderlichen Mindest-Fahrbahnbreiten beachtet werden. Als Material für Gehwege und Parkstände wird ein Natursteinpflaster „Granit gelb“ wie auf dem „Tigyplatz“, der „kleinen“ Bahnhofstraße oder der Gauangellocher Kirchstraße verwendet.

Insgesamt wird sich der städtische Anteil an den geplanten Straßenbaukosten auf etwas über 400.000 € belaufen – angesichts der Bedeutung der Straße ein durchaus vertretbarer Betrag, wie man im Gemeinderat unisono verlauten ließ. Die Finanzierung erfolgt über die Sanierungsmaßnahme Ortskern St.Ilgen.

Oberbürgermeister Wolfgang Ernst betonte, dass man im Zuge der Baumaßnahme auch bereits Leerrohre für Fibernet vorsehen werde, um schnelle Internetverbindungen sicher stellen zu können. Es sei beabsichtigt, im September 2015 nach der St. Ilgener Kerwe mit der Baumaßnahme zu beginnen, als Bauzeit habe man ca. 12 Monate veranschlagt.

Am „Tag der Städtebauförderung“ am 9. Mai 2015 wurde in den Räumen des Stadtmuseums St. Ilgen die Möglichkeit geboten, sich schon jetzt anhand der ausgelegten Pläne über die geplante Maßnahme zu informieren und Fragen zu stellen – eine Möglichkeit, die sich viele nicht entgehen ließen, so dass die Ausstellung kurzfristig bis 13. Mai verlängert wurde.

Die betroffenen Grundstückseigentümer werden selbstverständlich noch im einzelnen von den Stadtwerken ausführlich über die geplanten Maßnahmen informiert.

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