Generation 60+ Führung durch das Leimener Zementwerk: spannend und heiß

(sg – 20.9.17) Gut ein Dutzend Senioren folgte am Dienstag, den 12.09.2017, der Einladung zu einer Besichtigung des Zementwerkes der HeidelbergCement AG in Leimen. Als fachkundiger Führer stand uns Herr Dr. Fritz Hofmann, der langjährige Leiter des HTC Analytic Centers zur Verfügung.

Foto: Dr. Siegbert Grombein

Zunächst erhielten wir einen kurzen Abriss der Geschichte des Unternehmens, das 1875 als Portland-Cement-Werk in Heidelberg mit der Zementproduktion startete und heute mit 10 Zementwerken allein in Deutschland und weltweit mit mehr als 60.000 Mitarbeitern ein Weltkonzern ist. Das heutige Werk in Leimen wurde 1896 eröffnet und zunächst mit den benötigten Rohmaterialien aus dem Leimener Steinbruch, später dann und bis heute über die Seilbahn aus dem Nußlocher Steinbruch versorgt.

Nach etwas Theorie über die Zusammensetzung und die Erzeugung des Zements ging es dann zur Praxis. Zügig liefen wir durch das weitläufige Areal des Werkes, um die einzelnen Stationen der Zementherstellung hautnah zu erleben: Von der imposanten Schotterhalle, wo die aus dem Steinbruch angelieferten Kalkstein- und Tonbrocken eingelagert und homogenisiert werden, ging es zu den verschiedenen Mühlen, wo die Rohmischung, genannt Rohmehl mehlfein gemahlen und gleichzeitig getrocknet wird.

Ganz heiß wurde es uns an einem der zwei riesigen und langen Drehöfen, in denen das entsäuerte Rohmehl durch einen chemischen Prozess in ein neues Produkt, den Zementklinker umgewandelt wird. Dieser wird dann in den Zementmühlen zusammen mit Gips und weiteren Zumahlstoffen zu Zement vermahlen. Abschließend wird dieser dann entweder lose mit Silofahrzeugen oder als Sackware an die Endverbraucher ausgeliefert.

Beeindruckend war der Besuch im zentralen Leitstand, wo alle Daten aus dem ganzen Produktionsprozess zusammenlaufen. Die gesamte Anlage kann von nur einer einzigen Person gesteuert und überwacht werden. Aufgrund ständig steigender Automatisierung sind inzwischen nur mehr ca. 130 Mitarbeiter im Werk Leimen beschäftigt. Spätestens nach Erschöpfung des Nußlocher Steinbruchs in etwa 10-15 Jahren wird die Klinkerproduktion in Leimen Geschichte sein. Jedoch wird der Standort durch Abteilungen der Hauptverwaltung, sowie dem HeidelbergCement Technology Center (HTC), der zentralen Ingenieurs-, Forschungs- und Entwicklungsabteilung im gerade neu errichteten Gebäude eine gute Zukunftsperspektive haben.

Ein herzliches Dankeschön auch an dieser Stelle im Namen von allen Teilnehmern an Herrn Dr. Hofmann, der uns diese spannenden Eindrücke verschafft hat und uns die komplizierten Vorgänge anschaulich erklärt hat.

Gerne laden wir Sie schon heute zum nächsten Treffen der Generation 60+ am 10. Oktober 2017 um 16 Uhr ins Gemeindezentrum ein. Nähere Informationen erhalten Sie demnächst in den Gemeindenachrichten bzw. in den Vermeldungen im Gottesdienst.

(Text / Foto: Foto: Dr. Siegbert Grombein – kath.lns)

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