Grundwasser-Reserven ausreichend – Wasserwerk muss erweitert werden

Zukunftsorientierte Themen der Verbandsversammlung Wasserversorgung der Hardtgruppe.

Wichtige zukunftsorientierte Themen, wie Grundwasserreserven, Wirtschaftsplan-Nachtrag 2020, Jahresrechnung 2019, laufende Baumaßnahmen und IT-Schutz waren Themen der Verbandsversammlung des Wasserversorgungs-Verbandes Hardtgruppe die unter gewohnt souveränen Leitung des Verbandsvorsitzenden Oberbürgermeister Hans D. Reinwald tagte.

Die Entwicklung der Grundwasserstände war Gegenstand der Anfrage der Walldorfer Stadträtin Dr. Andrea Schröder-Ritzrau. Nach einer vorläufigen Stellungnahme der MVV beim Grundwasser – so Geschäftsführer Bruno Sauerzapf – fließt mehr Wasser zu als entnommen wird. Dieses Thema wird bei der nächsten Sitzung der Verbandsversammlung auf die Tagesordnung gesetzt.

Weil das Aufgabenspektrum und die künftige Sicherung der Wasserversorgung einen erhöhten Personalbedarf erfordert, wurde die Aufnahme einer Stelle für einen Diplom- Ingenieur notwendig und wurde einmütig durch den 1. Nachtrag zum Wirtschaftsplan 2020 bewilligt.

Die Ergebnisse der Jahresrechnung 2019 waren erfreulich. Der Wasserabgabepreis an die Verbandsgemeinden konnte gegenüber dem Vorjahr von 72,2 ct/m³ auf 68,1 ct/m³ gesenkt werden, weil die Unterhaltungskosten geringer waren. Allerdings wird in den nächsten Jahren der Abgabepreis wegen den notwendigen geplanten Investitionen wieder ansteigen wird.

Der Bericht über die laufenden und künftigen Baumaßnahmen durch Diplom-Ing. Erich Schulz war eindrucksvoll. In ihm zeigen sich die Bemühungen des Verbandes um die Sicherung und die künftige Gewährleistung einer geordneten und sicheren Versorgung von Leimen, Sandhausen und Walldorf mit über 56.000 Einwohnern sowie den vielen Arbeitsplätzen in den versorgten Gemeinden. Wichtige Ausbauvorhaben wurden vorgestellt:

  • Der Bau einer neuen der Förderleitung als Ersatz für die über 50 Jahre alten Wasserleitung in der Römerstraße ist einerseits durch die Erneuerung der Gleisanlage der HSB und anderseits wegen des Alters der Leitung erforderlich.

  • Das Verbandsmitglied Sandhausen wird derzeit nur durch eine Förderleitung versorgt. Redundanz spielt bei den Überlegungen der Hardtgruppe eine große Rolle. Deshalb wurde mit dem Bau einer 2. Leitung für die Versorgung von Sandhausen begonnen. Diese neue Leitung dient auch der Versorgung von Leimen und Walldorf.

  • Wegen der stark reduzierten Leistung des Brunnens 5 ist der Neubau eines Ersatzbrunnens notwendig.

  • Die Kapazität des Wasserwerks muss erweitert werden. Der normale Tagesverbrauch liegt bei ca. 10.000 m³, die Kapazitätsgrenze bei 14.000 m³, an heißen Tagen werden momentan rund 16.000 m³ benötigt. Deshalb muss die Kapazität des Wasserwerks ausgebaut werden.

  • Die Gesamtkostenlaufen sich auf ca. 12 Millionen €.

Bruno Sauerzapf – Vors. der CDU-Kreistagsfraktion

Der neu eingestellt Dipl. Ing. Timo Rehl berichtete über die Absicherung der IT-Systeme des Verbandes. Danach sind beim Verband keine kritischen Mängel vorhanden. Die IT – Sicherheit wird ständig überwacht und ggf. nachgebessert.

Durch eine Umschuldung in Höhe von 1.185.670.54 € und eine Neuaufnahme von 814.359,46 € ist eine Kreditaufnahme von 2.000.000 € notwendig. Es wurden Angebote eingeholt. Günstigster Anbieter ist die Commerzbank mit einer Verzinsung von 0,02 %, 100 % Auszahlung, Laufzeit 10 Jahre. Die Einsparung gegenüber des bisherigen Kreditvertrags über 1,2 Mio. € belaufen sich auf ca. 35.000 € jährlich.

Bruno Sauerzapf, Geschäftsführer

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