Internetkriminalität: Phishing-Attacken nehmen deutlich zu

Banküberfälle? Diebstähle von Kreditkartennummern oder Angriffe auf große Institutionen? Was nach Anarchie und Straßenschlachten klingt, läuft in diesem Fall rein digital ab: Der Schaden der dabei entstehen kann, ist nicht zu unterschätzen: Aktuelle Zahlen belegen jetzt, dass die Cyberkriminalität ein bis dato ungekanntes Maß erreicht hat. Auch Privatpersonen sind gegen die Angriffe von Internetkriminellen nicht gefeit: Ihr Ziel sind meist vertrauliche Daten wie Bankverbindungen oder Passwörter, mit denen sich Zugang zu Nutzerkonten im Internet verschafft werden kann. Oft gibt es aber Anzeichen dafür, dass eine E-Mail gefälscht ist.

Mehr Phishing-Attacken als jemals zuvor

Phishing – dahinter verbirgt sich das englische Wort für „angeln“ (fishing). Wie dieser Artikel des Digitalguides von 1&1 erklärt, hat sich die ungewöhnliche Schreibung mit „Ph“ in der Hackerszene durchgesetzt. Betrügern geht es darum, per E-Mail sensible Daten zu „angeln“, indem diese als vermeintlich authentische Nachrichten von Onlineshops, Banken oder Bezahldienstleistern getarnt sind. Die Anzahl solcher Übergriffe auf die Konten und Daten von Privatpersonen hat in einem beträchtlichen Maße zugenommen. So berichtet die Mitteldeutsche Zeitung, dass die Zahl von Phishing-Websites im ersten Quartal diesen Jahres im Vergleich zum Ende letzten Jahres um 250 Prozent gestiegen sei. Das geht aus einem Bericht der Anti-Phishing Working Group (APWG) hervor. Sie erfasst seit 2004 statistische Daten zu Phishing-Angriffen. Seit Beginn dieser Aufzeichnungen hat es niemals so viele Internetdiebstähle gegeben wie heutzutage.

So kann man seine empfindliche Daten schützen

Der Digitalguide von 1&1 empfiehlt verschiedene Vorsichtsmaßnahmen, um es gar nicht erst soweit kommen zulassen: Besondere Vorsicht ist demnach bei Email-Anhängen oder Links in Mails geboten. Besonders, wenn der Empfänger dazu aufgefordert wird, eine Seite zu öffnen, Daten einzugeben oder sich unter einer in der Mail vorgegebenen Adresse in seinen Account einzuloggen, sollten bei jedem Internetnutzer die Alarmglocken schrillen. Erkennen kann man die gefälschten Mails an einem unseriösen Erscheinungsbild, falschen Anreden oder Rechtschreib- und Grammatikfehlern im Anschreiben. Grundsätzlich wird auch keine authentische Institution seine Kunden oder Mitglieder zur Übermittlung von Passwörtern auffordern! Dateianhänge sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen und sollten nur geöffnet werden, wenn der Absender einwandfrei bekannt ist und entsprechende Dateien von diesem erwartet werden. Andernfalls könnten die Anhänge Viren, Trojaner oder sogenannte Keylogger beinhalten. Letztere sind Schadprogramme, die unbemerkt die Tastureingaben des Nutzers nachverfolgen und so auch eingegebene Passwörter oder Bankdaten an den Hacker übermitteln können. Für den Fall der Fälle sollte zudem auf jedem Privatrechner ein aktueller Virenscanner installiert und eine Firewall eingerichtet sein.

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