Jahrgang 46/47: Diamantene Konfirmation und ein Psalm auf „Loomerisch“

(mkz – 5.8.22) Am 31. Juli 2022 fand die Feier der diamantenen Konfirmation des Jahrgangs 1946/47 in der Evangelischen Mauritiuskirche Leimen statt – coronabedingt ein Jahr später als geplant. Immerhin 20 der 1961 Konfirmierten nahmen am Gottesdienst teil; sowohl die Ehepartner als auch die ehemaligen Mitschüler anderer Konfessionen waren eingeladen.

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Am Gedenkstein auf dem Leimener Bergfriedhof wurde am Tag zuvor ein schönes Blumengesteck zum Andenken der bereits Verstorbenen niedergelegt. Der von Pfarrerin Lena Hupas zusammen mit unseren Organisatorinnen Karin Wandt und Evi Köhler erstellte Ablauf des Festgottesdienstes beeindruckte durch wohlüberlegte Text-Passagen und stimmige, bekannte Lieder, die mit wahrer Inbrunst gesungen werden konnten.

Manfred Zugck war gebeten worden, den Psalm 23 „uff Loomarisch“ vorzutragen, was er auch tat, jedoch erst nach Verlesen des Textes auf Hochdeutsch, „sicherheitshalber für die Hochdeutschen“, wie er erklärte…

Danach verstand es Frau Hupas so nachvollziehbar, die Situation der zu Ehrenden hinsichtlich Alter, Erfahrungen, Rückblicken und Zielen auf den Punkt zu bringen, als ob sie unser Leben mitgelebt hätte.

Ein weiterer interessanter Gestaltungsteil fand große Aufmerksamkeit bei uns allen, nämlich das von Frau Hupas präsentierte Lied „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader – eine ideale Hinführung zu ihrer Predigt. Mit ihren gut verständlichen Beispielen aus dem Alltag eines jeden wusste sie uns in ihren Bann zu ziehen.

Die zentrale Botschaft fand sich sowohl im Programmflyer des Jubel-Gottesdienstes als auch auf den Erinnerungsplakaten, die wir ausgehändigt bekamen: „Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.“ (1. Mose 28, 15)

Mit der Segnung der Jubilare und der Feier des Heiligen Abendmahles (auch für alle Anwesenden) ging ein rundum eindrucksvoller, beglückender Gottesdienst zu Ende. Das letzte Lied passte da ideal dazu: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud…“

Unser Dank für diese denkwürdige Feier gilt natürlich zuerst Frau Pfarrerin Lena-Marie Hupas; ihr zur Seite stand Frau Mary-Jane Goldschmidt, die souverän Textteile des Gottesdienstes verlas. Die musikalische Gestaltung oblag wie immer unserem Kantor Michael Müller, der mit variantenreichem Orgelspiel zu beeindrucken wusste; zwei Musikerinnen – die Tochter und die Enkelin einer der Jubilarinnen (Frau Katrin Fischer, Violine, und ihre Tochter Johanna, Cello) verschönerten das Jubelfest durch ihre mit vielen Nuancen tadellos präsentierte Musik.

Nach dem Gruppenfoto versammelten wir uns – nunmehr 42 Leute, da mit Angehörigen – in harmonischer Atmosphäre im Brauerei-Ausschank zum Sektempfang mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen…. und unzähligen Gesprächen und Gedankenaustausch (fast ohne Ende)!

Schließlich erhielt Karin Wandt als Dank für ihre vielen Mühen als Oberorganisatorin noch ein Geschenk im Namen von uns allen – überreicht von Evi Köhler.

Text: Manfred Zugck


Manfred Zugcks Kurzansprache und „Übersetzung“ des Psalms 23 ins Loomerische:


Als ich gebeten wurde, den Psalm 23 „uff Loomarisch“ vorzutragen, dachte ich an jene Hochdeutschen, die vielleicht unseren Dialekt nicht verstehen, obwohl doch – (Schmunzelanmerkung!) – bekannt ist, dass Dialektkenntnisse das Lernen von weiteren Fremdsprachen erheblich erleichtern…

Dieser beliebte Psalm 23 hat – aus meiner Sicht – auf eindrucksvolle und bildhafte Weise Gottvertrauen und Zuversicht zum Thema; er ist nicht sehr lang, also beschloss ich, ihn – quasi sicherheitshalber – zuerst auf Hochdeutsch und anschließend im Dialekt vorzutragen.


Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. 


Und hier die Loomer-Version von Manfred Zugck:


Dä Hägott isch mein Hird,

danntweeg wäds mia an nix fehlä.

 

Er lesst mi uffarä grienä Wiss weidä –

un bringt mi zum frischä Wassa.

Meinarä Seel dudd a Guudes,

er zeigt ma dä rischdischä Weg.

 

Un wann i schun ämool

durch ä dungls Dåål wannarä gemisst hebb,

hewwi koo Engscht hawwä missä –

Du bisch imma bei ma,

Dein Hirdäschdååb rischt mich uff

un dut mi drööschdä.

 

Mein Disch isch imma voll gedeckt,

åå wann’s Leit net guud mit ma moonä.

Du dusch mi mit Eel salwä

un ma imma voll eischenggä!

 

Mei ganzes Leewä lang

bisch Du bååmhäzisch zu mia –

un mia wädds di ganz Zeit guud gejä,

weil iisch bei Dir dehoom sei derf!

 

Amen

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