Kegeln: Bittere Niederlage für Rot-Weiß Sandhausen gegen VKC Eppelheim

(mh – 6.3.17) Der 19. Spieltag sollte das Top-Spiel des Wochenendes zwischen dem Tabellenersten VKC Eppelheim und dem zweitplatzierten RW Sandhausen werden. Die Voraussetzungen waren gegeben und beide Mannschaften wurden mit grossen Vorschusslorbeeren in den Berichten zuvor angepriesen.  Es wurden Schnittlisten angegeben, persönliche Bestleistungen und vielen mehr. Dass am Ende immer erst gespielt werden muss, ist ein Aspekt, der dem Wunschdenken einiger Funktionäre und Schreiberlinge der Medienzunft gerne einen Strich durch die Rechnung macht.

Ergebnis – Quelle: DCU

So auch am Freitag Abend. Es war alles andere als ein Top Spiel. Die Ergebnissen waren nicht die, die die Zuschauer erwartet und erhofft hatten. Die Spannung konnte nur zur Hälfte des Spiels gehalten werden. Der nötige Biss bei Spielern auf beiden Seiten blieb das ein oder andere mal aus, sodass es leider nicht zum erhofften Top Event kam.

Gerade auf Seiten von Rot Weiß Sandhausen war an diesen Abend nur wenig so, wie es sein sollte. Es zeigten nur 2 Spieler Normalform und das ist einfach zuwenig, wenn man bei dem VKC bestehen will. Woran liegt es, dass es immer wieder zu solchen Spielen kommt? Eine Analyse des Spiels lässt meiner Meinung nach einiges an den Tag bringen, so zum Beispiel ist der Umstand des ungewöhnlichen Kegelschlages sicher ein Grund. Und das ist nicht als Kritik gedacht, sondern hier ging der Weg in eine Richtung, die es einem Spieler schwer macht, zu wissen ob seine Kugel den erhofften „9er Schlag“ hat oder nicht.

Es geht mittlerweile auf vielen Bahnanlagen so, dass es nicht mehr um das wie, sondern Hauptsache viel Kegel fallen um. Es wird gehadert, wenn dann mal nicht der 9er fällt und das nimmt einem die Konzentration und die Möglichkeit, trotz allem weiter an sich und ein gutes Ergebnis zu glauben. Man muss nicht gut spielen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen, aber es muss immer noch gekegelt werden und dazu gehört Kampfgeist, Einsatzwillen und die nötige Einstellung zum Spiel dazu.

Man konnte gut sehen das es Unterschiede in Sachen mentale Stärke gab. Diese Schwäche lässt die Mannen um Betreuer und Vorstand Mike Heckmann immer wieder ins Leere laufen und am Ende ärgert man sich über verpasste Möglichkeiten und Chancen. Die Erfahrung von vielen Jahren 1. Bundesliga und teils internationalen Einsätzen ist da, warum also immer wieder der Rückschlag sein eigentliches Potenzial auszuschöpfen? Es mag an Unsicherheiten im eigenen Ich liegen, Situationen die nicht geplant sind, wie eine Auswechslung eines Spielers. Sei es wegen Verletzung oder Formschwäche. Wie sagte und forderte ein Oliver Kahn schon : „Eier, wir brauchen Eier! „

Festbeißen, es bis zuletzt versuchen, auch wenn der Weg aussichtslos scheint, sich immer im Spiegel zu betrachten und zu sagen, wir haben alles getan und versucht.  Hier scheint des Rätsels Lösung zu liegen. Psychologisch und mental, da liegt momentan die Schwäche im Spiel bei vielen. Dass es aber auch anders geht und ging hat, man in der Vergangenheit gesehen. Sei es in der nahen Vergangenheit oder in der Früheren.

Spiele wurden gewonnen weil man an einen Sieg geglaubt und bis zum Schluss gekämpft hat. Rot Weiß Sandhausen ist ein Top Klub mit sehr guten Keglern und man glaubt an die Stärke und jeden einzelnen im Klub. Rot Weiß hat Tradition und in den letzten Jahren viele Erfolge erzielt. Im nächsten Jahr wird Rot Weiß 50 Jahre und wenn man die Zeit zurück drehen könnte, so wünsche ich mir einen Heini Abel zurück, der auf den Tisch haut und sagt „ Ihr seid Rot Weiß, tragt die Farben mit Anstand und Stolz“.

M. Heckmann

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