Leimener Kirchen-Brandstifter gefasst:
Kein politisches oder religiöses Motiv
(ltr – 11.6.26) Nach dem Brand im Rohbau der syrisch-orthodoxen Kirche der aramäischen Kirchengemeinde St. Maria in Leimen am vergangenen Wochenende liegt nun ein schneller Ermittlungserfolg vor. Wie die Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums Mannheim mitteilt, konnte zwischenzeitlich ein Tatverdächtiger wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt werden. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 26-jährigen Mann. Nach den offiziellen Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden kann eine politisch oder religiös motivierte Tat ausdrücklich ausgeschlossen werden.
Polizeimeldung zur Brandstiftung hier
Große Erleichterung nach schnellem Ermittlungserfolg
Die Stadt Leimen zeigt sich zutiefst erleichtert über die rasche Aufklärung des Sachverhalts, die den Raum für Spekulationen schließt. Der Vorfall löste in der Stadtgesellschaft große Bestürzung und Beunruhigung aus. Die aramäische Gemeinde ist fest in Leimen verwurzelt und beispielsweise als regelmäßiger Teilnehmer der jährlichen Weinkerwe ein fester Bestandteil des städtischen Lebens. Bereits im Dezember, zu seinem Antrittsbesuch, sowie erst vor Kurzem informierte sich Oberbürgermeister Ehret persönlich vor Ort auf der Baustelle über den aktuellen Baufortschritt, um seine tiefe Verbundenheit mit der Gemeinde zum Ausdruck zu bringen. Umso schmerzhafter ist dieses Ereignis für alle Beteiligten, die viel Herzblut und Engagement in dieses bedeutende Projekt stecken. Ein schnelles Eingreifen durch die Freiwillige Feuerwehr, Löschzug Leimen und St. Ilgen, verhinderte Schlimmeres. Die schnelle Alarmierung war auch der Wachsamkeit der Nachbarschaft zu verdanken.
Stadt setzt Zeichen für friedliches Miteinander
Eine Kirche ist weit mehr als nur ein Gebäude – sie ist ein Ort des Glaubens, der Gemeinschaft und der Hoffnung. Dass ein solches Ereignis Fragen aufwirft und die Menschen bewegt, ist für die Stadtspitze absolut verständlich. Die Stadt Leimen macht in diesem Zusammenhang unmissverständlich klar, dass jede Form von Gewalt sowie politisch oder religiös motivierte Kriminalität zutiefst abgelehnt werden. Dazu gehört auch, dass die Beschädigung von Gotteshäusern oder gemeinschaftlichen Projekten aufs Schärfste verurteilt wird. Ein friedliches und starkes Gemeinwesen zeichnet sich gerade dadurch aus, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden – ein Grundsatz, den die Stadt unter anderem durch die feste Verankerung einer Gewaltverzichtserklärung in den Rathäusern der Stadt konsequent einfordert.
Oberbürgermeister Ehret erklärt hierzu
„Wir sind den Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Mannheim zutiefst dankbar für ihre hervorragende und schnelle Arbeit. Für unsere Stadt und ganz besonders für die Mitglieder der syrisch-orthodoxen Kirche der aramäischen Kirchengemeinde ist es von enormer Bedeutung, dass nun Gewissheit besteht und ein politischer oder religiöser Hintergrund ausgeschlossen ist. Auch wenn die Tat als solche zutiefst bedauerlich bleibt, steht Leimen in Momenten der Unsicherheit eng und geschlossen zusammen. Die Sicherheit und das Wohlbefinden aller meiner Bürgerinnen und Bürger sind und bleiben unser wichtigstes Anliegen.“
Die weiteren strafrechtlichen Ermittlungen zum genauen Tathergang werden von den zuständigen Justiz- und Polizeibehörden fortgeführt.
Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=204119













































