Kreisforstamt: Nach dem Laubfall werden die Sturmschäden aufgeräumt

(rnk – 19.12.17) Regelmäßige Waldbesucher der Schwetzinger Hardt haben es sicherlich schon bemerkt: Seit einigen Wochen sind dort Waldarbeiter intensiv mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Verantwortlich dafür ist ein Gewittersturm, der im Bereich Hockenheim, Oftersheim und Sandhausen Anfang August dieses Jahres erhebliche Schäden angerichtet hat. Das kurze, aber heftige Unwetter mit Gewitter, Starkregen und Böen entwurzelte zahlreiche Bäume auch innerhalb des Waldes in der Schwetzinger Hardt.

Die Sturmschäden traten eher vereinzelt auf, sodass auf großer Fläche verteilt immer wieder einzelne entwurzelte, geworfene oder gebrochene Bäume zu finden sind. Entlang des Viehtriebwegs zum Beispiel kam es aber auch zu großflächigeren Schäden, dort wurden etwa 1,5 Hektar am Stück geworfen. Das Kreisforstamt schätzt die gesamte Sturmholzmenge auf ungefähr 2500 Festmeter (ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse) verteilt auf bis zu 250 Hektar Waldfläche.
 
Direkt im Anschluss an den Gewittersturm ließ das Kreisforstamt die Hauptwege freiräumen, sodass Waldbesucher die Wege wieder benutzen konnten. Abseits der Wege in den Beständen mussten die Bäume allerdings vorerst liegen gelassen werden. „Die Aufarbeitung von unter Spannung stehendem Sturmholz, solange noch Laub daran ist, ist einfach zu gefährlich“ erläutert der für die örtliche Waldarbeitergruppe zuständige Revierleiter Achim Freund. „Die Forstwirte können ihren Arbeitsbereich und den Verlauf der einzelnen Stämme dann nicht ausreichend einsehen und Spannungsverhältnisse nur schwer einschätzen, deshalb haben wir den Laubfall abgewartet“, so Freund weiter.
 
Nach ein paar frostigen Tagen im November ist das Laub gefallen und die Aufarbeitung des Sturmholzes konnte beginnen. Die Forstwirte werden dabei von einer Rückemaschine mit Seilwinde und einem starken Kran unterstützt. Mit diesem können Stämme fixiert werden, solange der Forstwirt einen Trennschnitt führt, ein Ausschlagen des Stammes wird so verhindert. Beim „Abstocken“ entwurzelter Bäume vom Wurzelteller wird dieser mit der Seilwinde gegen ein mögliches Umkippen fixiert. Forstwirte und Maschinenführer sind dabei ein eingespieltes Team und leisten pflegliche und sichere Waldarbeit. Durch den großflächig verstreuten Holzanfall wird sich die Aufarbeitung vermutlich noch bis ins neue Jahr hinziehen.

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