Leimen bewegt sich, unterwegs für den Frieden: Baum im Menzerpark gepflanzt

(cu – 25.4.17) Leimen bewegt sich – mit einem Ziel: gemeinsam ein Zeichen für Frieden zu setzen. Am vergangenen Sonntag fand der 1. Leimener Friedensweg statt. Das Datum passt und wurde bewusst gewählt „Das Leben ist stärker als der Tod“ – diese österliche Botschaft zog sich hinein in die Veranstaltung, bei der Alt und Jung, Frauen, Kinder, Männer, Neuangekommene und Alteingesessene zeigen wollten, dass alle zusammen gehören und Frieden bei jedem einzelnen anfängt

v.l.: Pfarrer Jeske-Hess, Pfarrer Lourdu, Oberbürgermeister Reinwald

Die Veranstaltung begann mit einem gemeinsamen Friedensgebet in der evangelischen Kirche in Leimen. Die Kirche füllte sich zunehmend und war beim gemeinsamen Singen „Wir wünschen Frieden für alle“ voll mit Menschen, die ihren Wunsch in dieser ökumenischen Andacht Ausdruck verliehen. Gemeinsam ging es anschließend weiter in den Menzer-Park, wo Oberbürgermeister Reinwald vor ca. 200 Menschen mit einem Grußwort noch einmal verdeutlichte, dass alles und gerade Frieden mit vielen kleinen Schritten beginnt, die viele Menschen unternehmen.

Die Pflanzung des Friedensbaumes, eines japanischen Schnurbaumes

Die Kunstgruppe der Flüchtlingshilfe hatte Plakate vorbereitet, die dem Friedenswunsch in verschiedenen Sprachen Ausdruck verliehen und es war schön zu sehen, wie sich für jede der zahlreichen Sprachen jemand fand, der die Botschaft „Wir wünschen Frieden für alle“ in ihr vortragen und das Plakat stellvertretend übernehmen konnte. Besonders bewegend waren auch die Vorträge des Kinderchores „Jasmin“, bei dem Kinder, die selbst aus ihrer Heimat fliehen mussten, Lieder in arabisch und deutsch um besten gaben. Moderiert von Pfarrer Jeske-Hess wurde auch an denjenigen gedacht, die in der Ferne leiden oder hier trauern. Mit der symbolischen Pflanzung eines „Friedensbaums“ wurde von den Vertretern der Kirchen, der Stadt, der Flüchtlingshilfe Leimen und von Geflüchteten ein Ort für Trauer, Andenken und Sehnsucht geschaffen.

Im Anschluss begann der „bewegte“ Teil des Tages und man machte sich auf den eigentlichen „Friedensweg“ und wanderte gemeinsam zum Waldsportplatz. Unterwegs war Zeit für Gespräche, Kennenlernen – gemeinsame Schritte eben. Oben angekommen konnten die Kinder Karten mit einer Friedenbotschaft ausmalen und beschriften und mit Ballons in die Welt hinausschicken. Mit einem gemeinsamen Picknick und Spielen ging der 1. Leimener Friedensweg bei wunderschönem Sonnenschein zu Ende.

Veranstaltet und entwickelt wurde der „Friedensweg“ von der evangelischen und katholischen Kirche Leimen, dem Christlichen Zentrum Heidelberg-Leimen (CZH), der Flüchtlingshilfe Leimen und der Stadt Leimen. Dieses bisher einmalige Zusammenwirken war die Grundlage eines gelungenen Tages, der allen Beteiligten noch lange in guter Erinnerung bleiben wird und wer weiß – vielleicht war es der 1. Leimener Friedensweg, dem noch viele, viele folgen werden.

(Carmen Ueltzhöffer, CZH-Leimen)

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