Leserbrief: Schlecker Filiale in St. Ilgen geschlossen

Nachdem bereits die Schlecker Filialen in Gauangelloch und Leimen Mitte geschlossen sind, wurde auch die letzte Schlecker Filiale auf Leimener Gemarkung am Samstag, den 24. März 2012, geschlossen. Damit gehört auch diese Filiale zu den 255 neben den 25 XL-Märkten, die in Baden-Württemberg zum Monatsende geschlossen wurden. Somit fällt auch in St. Ilgen die geschlossene Drogerie als Nahversorger aus.

Bereits im Jahr 2006 zeichnete sich ab, dass das Konzept von Schlecker, Umbau des Imperiums, verbunden mit Filialschließungen und Kündigen, mit anschließenden Neueröffnungen von XL-Märkten mit weniger und zu schlechteren Bedingungen eingestelltem Personal, nicht funktionieren kann. Bestes Beispiel dafür ist die XL-Filiale in Sandhausen. Diese Filiale musste, wie bundesweit noch weitere, nicht zuletzt wegen des schlechten Images von Schlecker, kurz danach geschlossen werden.

Spätestens dann hätte man erkennen müssen, dass das Unternehmen nur mit fundamentaler strategischer Neuausrichtung überleben kann. Stattdessen fuhr das Unternehmen voll in die Insolvenz. Ende Januar 2012 wurde von Schlecker ein Antrag auf Plan-Insolvenz eingereicht. Mit der Folge, dass annähernd die Hälfte der Filialen geschlossen werden. Inzwischen hat sich auch die Politik eingeschaltet. So hat DIE LINKE in den Deutschen Bundestag einen Antrag für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Schlecker eingebracht. Die baden-württembergische Landesregierung bemüht sich bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) um ein Darlehen. Mit dem erhofften Kredit von rund 70 Millionen Euro könnte der Schlecker-Insolvenzverwalter eine Transfergesellschaft für die bundesweit rund 12.000 betroffenen Mitarbeiterinnen der Kette finanzieren, die Ende März ihre Arbeitsplätze verlieren. In einer solchen Gesellschaft können den Beschäftigten mit Hilfe der Agentur für Arbeit Jobangebote vermittelt werden. Zwar teilte das Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin mit, dass Schlecker keine Kredite der KfW bekommen wird. Diese seien auf kleine und mittelständische Firmen ausgerichtet. Doch scheint inzwischen eine Lösung gefunden zu sein. Danach haben sich Bund und Länder auf die Schaffung einer Auffanggesellschaft geeinigt. Beim Einreichen dieses Artikels war zwar die Finanzierung noch nicht eindeutig geklärt. Doch bleibt zu hoffen, dass die Politik zumindest für die betroffenen Frauen für einen Übergangszeitraum eine Abfederung gefunden hat.

Joachim Buchholz – www.dielinke-rhein-neckar.de

 

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