Leserbrief: Zum dreijährigen Bestehen der Humanistische Interessengemeinschaft Leimen (HIL)

(hil – 18.11.20) Hurra, die Humanistische Interessengemeinschaft Leimen (HIL) feiert ihr dreijähriges Bestehen. Als wir die HIL, inspiriert von Pfarrer Dr. h.c. Lourdu 2017 gegründet haben, hätten wir nie gedacht, dass wir so viel Zulauf haben werden. Wir möchten allen Menschen danken, die bei unseren Veranstaltungen waren und die uns unterstützt haben. Ganz besonders erwähnen möchten wir hier die GBS Rhein-Neckar, die uns gerade in der Anfangszeit mit Anzeigen in Leimen Lokal behilflich war und die auch den wunderbaren Evolutionsweg in Gauangelloch geschaffen hat.

Beim ersten Skeptikerbrunch 2018: v.l. Dr. Gerhard Scheurich, Dr. Natalie Grams, Eckhard Hennenberger

Die HIL trifft sich ohne Agenda oder festen Rahmen immer wieder zum „Skeptiker Brunch“. Sozialer Austausch, lebhafte Diskussionen, spannende An- und Einsichten und interessante Menschen sind die Garanten eines angenehmen Sonntagmorgens in ungezwungener Atmosphäre. Natürlich ist der Brunch während der Corona-Krise ausgesetzt. Sobald es wieder losgeht, melden wir uns in Leimen Lokal und per Mailverteiler.

Und natürlich wollen wir unsere Leser neben der Freude über unseren 3. Geburtstag, auch über allerlei Märchen aus dem christlichen Glauben informieren und wollen in aller Kürze den gerade aktuellen St. Martin kurz beleuchten:

Der heilige Martin war der Legende nach ein großer Spezialist in Wunderdingen, der nicht nur Tote erwecken konnte, sondern seine enormen Wunderkräfte beispielsweise auch einer kranken, von einem „bösen Geist besessenen“ Kuh angedeihen ließ. (Die Kuh sank daraufhin übrigens auf die Knie und küsste dem Heiligen die Füße [vgl. Deschner, Kriminalgeschichte, Bd. 3, S. 222].) Nicht so recht ins barmherzige Legendenbild passt, dass der hl. Martin von Tours (316-397) als Bischof 20.000 Sklaven für sich schuften ließ und in aller Brutalität die Evangelisierung der gallischen ‘Heiden’ vorantrieb. So können wir annehmen, dass der heilige Martin sein Schwert weit weniger zur mildtätigen Zerteilung seines Mantels benutzt hat als zur Vernichtung von Kulturen und Menschen, die nicht ins christliche Konzept passten. Kurzum: Ein Heiliger, wie er im Buche steht.

Das passende Zitat von Deschner dazu: „Ich denke, also bin ich kein Christ.“

Ebenso von Deschner dazu: „„Von allen Heiligen mag ich allein die heiligen Kühe; doch alle anderen Kühe gelten mir genausoviel.“
(Podcast zu diesem Zitat)

Wir wünschen unseren Mitgliedern und Sympathisanten: Kommen Sie gut durch die Krise und bleiben Sie gesund. Ach ja, und das quälende Weihnachtsfest mit dem lärmenden Dauergebimmel geht auch vorüber.

Eckhard Hennenberger – Gerhard Scheurich

Sprecher der Humanistischen Interessensgemeinschaft Leimen

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