Nachwuchs im Affenhaus und Afrika-Revier:
Zoo Heidelberg freut sich über Jungtiere
(zoo – 5.6.26) Im Zoo Heidelberg gibt es derzeit gleich mehrfachen Grund zur Freude: Im Großen Affenhaus wächst ein junger Kronenmaki heran, während im Afrika-Revier drei junge Blessböcke die Besucher mit ihren ersten Entdeckungstouren begeistern. Die Jungtiere entwickeln sich prächtig und gehören aktuell zu den beliebtesten Bewohnern des Zoos.
Kleiner Kronenmaki klammert sich an seine Mutter
Besonders aufmerksam wird derzeit der Nachwuchs bei den bedrohten Kronenmakis beobachtet. Das Jungtier kam am 18. Mai zur Welt und verbringt die ersten Lebenswochen eng an seine Mutter geklammert. Mit großen Augen verfolgt der kleine Lemur aufmerksam das Geschehen in seiner Umgebung, während die erfahrene Mutter sich fürsorglich um ihren Nachwuchs kümmert.
Noch steht ausschließlich Muttermilch auf dem Speiseplan. Erst in einigen Monaten wird der kleine Maki beginnen, Gemüse wie Tomaten, Chicorée oder Kohlrabi zu probieren. Ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt, lässt sich derzeit noch nicht sicher bestimmen. Hinweise wird später die Fellzeichnung liefern.
Drei junge Blessböcke erkunden die Afrika-Anlage
Im Afrika-Revier herrscht ebenfalls reger Nachwuchsbetrieb. Anfang Mai wurde zunächst ein männliches Blessbock-Jungtier geboren, kurz vor Pfingsten folgten zwei weibliche Jungtiere. Die drei jungen Antilopen sind gesund, aktiv und bereits gemeinsam mit den erwachsenen Tieren auf der Außenanlage unterwegs.
Wer die jungen Blessböcke beobachtet, erkennt schnell die typischen Eigenschaften von Fluchttieren. Schon kurz nach der Geburt standen sie auf eigenen Beinen und folgten ihren Müttern über die Anlage. Noch wirken die langen Beine etwas überdimensioniert, doch genau diese sorgen dafür, dass die Jungtiere schon früh erstaunlich sicher unterwegs sind.
Erfolgreiche Artenschutzarbeit
Die beiden Tierarten erzählen zugleich wichtige Artenschutzgeschichten. Kronenmakis leben ausschließlich in einem kleinen Gebiet im Norden Madagaskars und gelten aufgrund von Lebensraumverlust und Jagd als stark bedroht. Blessböcke aus dem südlichen Afrika waren Ende des 19. Jahrhunderts sogar beinahe ausgerottet. Erst durch gezielte Schutzprogramme konnten sich die Bestände wieder erholen.
Für Zoobesucher bietet sich damit derzeit die seltene Gelegenheit, gleich bei zwei besonderen Tierarten die ersten Lebenswochen der Jungtiere mitzuerleben – vom vorsichtigen Kronenmaki-Baby auf dem Rücken seiner Mutter bis zu den neugierigen jungen Blessböcken, die bereits selbstständig ihre Umgebung erkunden.
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