Regionale Blogs beliebter als regionale Medien

Gerade bei der jüngeren bis mittleren Generation bis Mitte Vierzig hängen Blogs mit regionalem Bezug die alteingesessenen Printmedien immer mehr ab. Einerseits berichten Blogs aktueller über das Zeitgeschehen und andererseits ermöglichen sie durch die Kommentarfunktion eine direktere Kommunikation mit dem Leser. Damit befinden sich Blogs stärker am Puls der Zeit und den heutigen Anforderungen und Erwartungen der Leser.

Der regionale Bezug war lange Zeit das Hauptargument für lokale Tageszeitungen. Seitdem es jedoch vermehrt Blogs mit regionalem Themenschwerpunkt gibt und diese auch qualitativ immer besser werden, sehen sich Printmedien mit Herausforderungen konfrontiert. Printmedien fokussieren sich daher verstärkt auf Feuilletonistisches, Hintergrundberichte sowie Nischenthemen. Online-Redaktionen leben dagegen von der Geschwindigkeit und der Berichterstattung in Echtzeit, die ansonsten nur das Fernsehen durch Live-Übertragungen bietet. Die Nachteile der Schnelllebigkeit im Netz zeigen sich dagegen darin, dass kaum tiefergehende und langfristig ausgelegte Recherchen zur Verfügung stehen. Was den Anspruch betrifft, versteht sich auch der Leimenblog als Internetzeitung und bietet aktuelle Berichterstattung zum Geschehen auf lokaler Ebene.

Leserverhalten im Internet anders als bei Print

Laut einer im Auftrag der American Society of Newspaper Editors durchgeführten Studie werden im Netz Artikel häufiger zu Ende gelesen als bei den Printmedien, wie golem.de berichtet. Während online immerhin 77 Prozent der Leser einen Artikel bis zum Schluss lesen, sind es bei den gedruckten Zeitungen abhängig vom Format zwischen 52 und 62 Prozent. Sofern ein Artikel über zwei Seiten geht, liegt die Absprungquote sogar zwischen 32 und 41 Prozent. Demzufolge werden Inhalte im Netz aufmerksamer gelesen als bei Print. Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch das sprunghaft gestiegene Interesse an eigenen Netzauftritten und Webseiten, wie zahlreiche Unternehmen sie anbieten. Wer über keine Programmierkenntnisse verfügt, kann auch auf Homepage-Vorlagen zurückgreifen, wie sie 1&1 anbietet.

Der Studie zufolge gibt es zwei verschiedene Arten von Lesern, zum einen diejenigen, die sich systematisch von Artikel zu Artikel und von Seite zu Seite vorarbeiten, und zum anderen diejenigen, die zunächst eine komplette Seite überfliegen und sich dann gezielt Artikel heraussuchen. Online hält sich das Verhältnis zwischen diesen Lesertypen offenbar die Waage, während bei den Printlesern diejenigen in der Überzahl sind, die sich systematisch durch die Zeitung arbeiten.

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