Sicherheit erhöhen: Leimen testet Notrufsystem für Mitarbeiter im Außendienst

v.l.: GVB Uwe Kindt, Marc  Zimmermann, Petra Ortlieb (Netze BW), OB Hans Reinwald, Ralf Strohecker (EnBW)

(fwu – 7.2.17) Bei vielen Tätigkeiten im Außendienst – gerade bei Mitarbeitern, die alleine unterwegs sind – sind Gefährdungen oder gar Übergriffe mittlerweile oft gegeben. Es gilt Mitarbeiter, die in eine Notsituation geraten könnten – und hier wurde zunächst an die Leimener Gemeinde-Vollzugsbeamten  (GVP) gedacht – effektiv zu schützen. Leimen hat sich aus diesem Grund für den Test eines GPS-Notrufsystems der Netze BW entschieden, das am gestrigen Montag von Oberbürgermeister Hans Reinwald der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Petra Ortlieb, Manager Informationstechnik bei Netze BW, erläuterte bei der Vorstellung die Funktionsweise des Systems: Löst ein mit dem Notrufgerät ausgestatteter Mitarbeiter durch einen 3-sekündlichen Druck auf den roten Knopf des Gerätes einen Alarm aus, so gelangt dieser direkt zu einer zentralen und erfahrenen Notruf- und Serviceleitstelle, die Tag- und Nacht verfügbar ist. Anhand der übermittelten GPS-Standortdaten ist die Position des Notrufs bekannt. Reagiert wird mit Maßnahmen, die im Vorfeld je Mitarbeiter vereinbart wurden – beispielsweise werden Polizei oder Rettungsdienst alarmiert.

GPS Notrufgeber – Foto: Netze BW

Da das System die Verbindung zur Notrufzentrale per Handynetz aufbaut, gibt es die gleichen Restriktionen, wie normalerweise bei einem Handy – also Bereiche ohne Handynetz. Dies wird durch die Möglichkeit eines Zeitfenster-Alarms hilfsweise überbrückt.  Bevor der Mitarbeiter in einen Bereich ohne Empfang geht (z. B. eine Tiefgarage), kann er diese Alarmform aktivieren. Beendet er nicht innerhalb eines definierten Zeitfensters diesen Zeitfester-Alarm, so wird dieser automatisch in einen echten, wirksamen Alarm geschaltet und die entsprechenden Maßnahmen werden eingeleitet.

Diese Funktionalität, der als Hardware ausgeprägte Notrufgeber und die Qualität der Notrufzentrale unterscheiden das System der Netze BW von z. Teil kostenfrei verfügbaren Standard-Apps für Handys (Mein-Notruf.de) und die weit verbreiteten Seniorentracker/Senioren-Notrufsysteme.

Zunächst werden nun drei Alarmgeber durch die GVBs für ein Jahr kostenfrei getestet. Danach wird ausgewertet und entschieden, ob die  GPS-Notrufsysteme dauerhaft und kostenpflichtig von der Stadt gemietet werden. Die Kosten würden 52,80 € netto pro Monat und System betragen.

 

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