SVS auf St. Pauli: Schwierige Aufgabe bei der Mannschaft der Stunde

Am achten Spieltag der 2. Bundesliga gastiert der SV Sandhausen am Hamburger Millerntor. Anpfiff gegen den FC St. Pauli ist am Sonntag, den 29. September, um 13:30 Uhr.

Mit blauem Auge davongekommen

Martin Fraisl

„Wir haben gegen den VfL Bochum ein inhaltlich schwaches Spiel abgeliefert und sind mit einem blauen Auge davongekommen“, startete Chef-Trainer Uwe Koschinat die heutige Pressekonferenz in Nachbetrachtung auf das Heimspiel gegen den Revier-Club. Normalerweise würde eine solche Leistung nicht ausreichen, um zumindest einen Punkt am Hardtwald zu behalten. Positiv zu erwähnen sei aber, dass man mit Martin Fraisl nachweislich über einen sehr guten Torwart verfüge und, dass die Mannschaft weiter an sich geglaubt habe, um im Endeffekt den Ausgleich zu erzielen. „Diese Leistung wird in der 2. Bundesliga dauerhaft aber nicht für Punkte reichen“, mahnte der 48-jährige Fußballehrer.

Gíslason fehlt gegen St. Pauli, Zenga wieder voll belastbar

Auch am kommenden Sonntag wird es im Millerntor-Stadion wieder um Punkte gehen. Verzichten muss Koschinat bei den Kiezkickern allerdings auf den Isländer Rúrik Gíslason. „In der Nachbetrachtung haben wir festgestellt, dass Rúrik schon gegen den VfL Bochum nicht hundertprozentig fit ins Spiel gegangen, worauf zuvor nichts hingewiesen hat. Deshalb auch seine Auswechslung in der Halbzeit. Er ist nun für den Rest der Woche wegen eines grippalen Infekts krankgeschrieben und daher keine Alternative für das Spiel in Hamburg“, so der SVS-Coach.
Voll belastbar ist hingegen wieder Erik Zenga. In der Rückbetrachtung sei es eine intelligente Entscheidung gewesen, Zenga letzte Woche aus dem Training herauszunehmen, weil man gesehen habe, dass ein Einsatz gegen Bochum nicht komplikationslos funktionieren werde. Für den Sonntag sei der Mittelfeldspieler wieder ein Kandidat für die Startelf.

Mannschaft der Stunde

Angesprochen auf den kommenden Gegner, bestätigte Koschinat den Eindruck der „Mannschaft der Stunde“. Derzeit gebe es viele Teams in der 2. Bundesliga, die gut punkten, aber der FC St. Pauli habe auch emotionalen Rückenwind. „Der Heimsieg im Derby gegen den Hamburger SV war für das Team von Jos Luhukay natürlich etwas ganz Besonderes. Die Mannschaft hat dadurch enormen Schwung aufgenommen und zuletzt beim Aufsteiger in Osnabrück gepunktet“, beschrieb Koschinat die Hamburger. Die Kiezkicker hätten eine interessante Mischung im Kader aus erfahrenen Spielern und vielen jungen Wilden. Ein wichtiger Faktor am Millerntor sei auch das Publikum, dass die Mannschaft mit ganz viel Stolz tragen würde. „All diese Faktoren machen die Aufgabe für uns am Sonntag schon sehr schwer“, schloss der Chef-Trainer ab.

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