Tag der offenen Tongrube Nußloch –
Gut versteckte 10 Hektar Abbaufläche

7482 - Tongrube Nussloch 1(fwu – 14.6.16) Im Südwesten Nußlochs zwischen B3 und der K4256 nach Walldorf, gegenüber dem Racketcenter liegt durch dichten Bewuchs gegen Einblicke und durch Zäune gegen unerlaubtes Betreten gut geschützt die 10 Hektar große Tongrube der Kommunalen Wohnungs- und Grundstücks GmbH Nußloch (KWG). Dieses der Bevölkerung weitgehend unbekannte Gelände konnte am vergangenen Samstag, dem „Tag der offenen Tongrube“ besichtigt werden.

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Geschäftsführer Götz Bayer (r.) erläuterte Besuchern den Tonabbau

Zur Erkundung hatten KWG und Geschäftsführer Götz Bayer festes Schuhwerk empfohlen und bei schlechtem Wetter hätte die Besichtigung wohl ausfallen müssen, da sich dann der dort geförderte Ton in eine spiegelglatte glitschige Schlitterbahn verwandelt und sich bei stärkerem Regen der Boden der Tongrube in ein Freibad verwandelt. Eine wesentliche Eigenschaft des in Nußloch vorhandenen Tons ist nämlich seine gute Dichtigkeit gegen Wasser, weswegen er auch im Deponiebau als Wasserschutzschicht Verwendung findet.

7482 - Tongrube Nussloch 4Abgebaut wird der Ton ganz traditionell per Bagger und Laster. Die ca. 25 m starken Tonschicht beginnt bereits ca. 5 m unterhalb der obersten Erdschicht und kann daher recht einfach abgebaut werden. Die zum Einsatz kommenden Laster sind allerdings ein paar Nummern größer als die üblicherweise auf den Straßen anzutreffenden und dazu noch geländegängig, da bei der Fahrt aus der Tongrube heraus gehörige Steigungen zu überwinden sind.

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Auch Nußlochs Bürgermeister Rühl (l.) kam zur Besichtigung

Die durch den Tonabbau in der Landschaft entstehenden Gruben können als Endlagerstätte für sonstiges Erdmaterial verwendet und wieder verfüllt werden. Eine durchaus lukrative Verwendung, da  Material bis zur Schadstoffstufe Z2 hier eingebracht werden darf. Bis zum Jahre 2030 ist der weitere Tonabbau und die Einlagerung von Erdaushub in der Nußloch Tongrube genehmigt und wird vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau überwacht. Alles was aus der Grube ab- oder antransportiert wird, wird bereits am Eingang auf einer großen Fahrzeugwaage genauestens erfasst und dokumentiert.

Auf dem Parkplatz am Eingang der Tongrube war für die Besucherinnen und Besucher ein kleiner Infostand aufgebaut worden, an dem man sich anhand von Zeichnungen und Erläuterungen auch über den geologischen Hintergrund der Grube informieren konnte. Für Essen und Getränke war hier ebenfalls bestens gesorgt.

 

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