Telefon-Trickbetrüger: von „Falscher Polizeibeamter“ bis „Schockanruf“

(pol – 22.12.21) Derzeit treiben wieder Trickbetrüger ihr Unwesen in der Metropolregion. Mit der Betrugsmasche „Falscher Polizeibeamter“ und dem sogenannten „Schockanruf“ waren die Unbekannten auf der Suche nach potentiellen Opfern. Die Betrüger wechselten im Laufe des Montags zwischen zwei Betrugsmaschen und versuchten so, die Angerufenen um ihr Erspartes zu bringen.

Neben den Mannheimer Stadtteilen Käfertal und Feudenheim, war auch wieder die Region um Weinheim betroffen. Glücklicherweise reagierten jedoch alle Betroffenen im Alter zwischen 65 Jahren und 88 Jahren richtig und keinem entstand ein Vermögensschaden.

Bereits am Montag gegen 10:15 Uhr versuchten die Trickbetrüger ihr Glück bei einer 83-Jährigen aus Mannheim-Feudenheim. Die Unbekannten stellten sich am Telefon als angebliche Polizeibeamte vor, die in der Nähe des Wohnhauses der Frau zwei Einbrecher festgenommen hätten. Die Täter hätten angeblich einen Zettel bei sich gehabt, auf welchem persönliche Daten der 83-Jährigen notiert gewesen wären. Aus diesem Grund wäre sie nun besonders gefährdet und solle unbedingt mit den „Falschen Polizeibeamten“ zusammenarbeiten. Die 83-Jährige erinnerte sich sofort an die Betrugsmasche und beendete das Gespräch.

Nur wenige Minuten später versuchten es die Trickbetrüger dann mit derselben Betrugsmasche bei einem 81-Jährigen aus Mannheim-Käfertal. Aber auch er erkannte den dreisten Betrugsversuch und legte auf.

Da die Betrugsmasche offenbar nicht zum gewünschten Erfolg führte, versuchten die Trickbetrüger es in den frühen Nachmittagsstunden dann mit dem sogenannten „Schockanruf“. Die Täter erzählten allen Betroffenen aus der Region Weinheim eine nahezu identische Geschichte: Angeblich habe die Tochter einen schweren Verkehrsunfall gehabt, bei der eine Person tödlich verletzt worden wäre. Da angeblich kein Versicherungsschutz mehr bestehen würde, müssten die Betroffenen nun schnellstmöglich einen Geldbetrag in Höhe von rund 80.000 Euro bezahlen.

Keiner der Betroffenen ging auf die Forderungen der Trickbetrüger ein. Stattdessen beendeten alle das Gespräch und kontaktierten, unter den bekannten Rufnummern, ihre Familienangehörigen. Diese bestätigten schließlich, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte und kein Familienmitglied in einen
derartigen Verkehrsunfall verwickelt ist.

Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Trickbetrugs aufgenommen.

Bitte beachten Sie folgende Warnhinweise:

Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert:

– Ziehen Sie unbedingt eine Vertrauensperson hinzu und besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen

– Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis

– Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an Ihnen unbekannte Personen

– Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110

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