Wald in St. Ilgen: Nach Holzeinschlag Neuanpflanzung klimatisch angepasster Baumarten

(mas – 31.1.20) Am Samstag, dem 25. Januar 2020 fand mit Forstbezirksleiter Sebastian Eick, Vertreter und Fachaufsicht des Forstamtes, Revierförster Markus Reinhard sowie Oberbürgermeister Hans D. Reinwald und Bürgermeisterin Claudia Felden eine öffentliche Waldbegehung statt. Unter fachkundiger Anleitung informierten sich mehr als 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Mitglieder des Gemeinderates, über den aktuellen Zustand des Waldes. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den bevorstehenden, dringend erforderlichen Holzeinschlag gelegt.

Lange Trockenphasen und hohe Temperaturen der vergangenen Sommer führten zu (Trocken-)Schäden, hierdurch sind die Bäume teilweise abgestorben beziehungsweise mit Pilzen befallen und drohen umzustürzen. In den kommenden Wochen müssen alle abgängigen und abgestorbenen Kiefern und Robinien gefällt werden.

Die Stadt kommt mit den Fällungen ihrer Verkehrssicherungspflicht nach, da sonst die vielen Erholungssuchenden sowie der nahgelegene Bahnverkehr gefährdet sein könnten. Die Holzarbeiten werden in den nächsten Wochen beginnen. Dafür muss der, durch den kompletten Wald in St. Ilgen führende Trimm-dich-Pfad gesperrt werden. Der parallel am Wald entlangführende Feldweg bleibt aber, von den Maßnahmen unberührt, weiterhin nutzbar.

Die Herausforderung ist, an diesem Standort mit einer hohen Besucherzahl einen sicheren, stabilen, artenreichen sowie an das Klima angepassten Waldbestand zu erreichen. Da auf einem Teil der Fläche schon gute Naturverjüngung aus Spitzahorn aufgelaufen ist, wird nach der Holzernte im Frühjahr eine Pflegemaßnahme im Bestand durchgeführt, um die brauchbare Naturverjüngung zu fördern. Bei der Waldbegehung war man sich einig, dass der Wald in die Zukunft hinein gepflegt werden muss. Neuanpflanzungen klimatisch anpassungsfähiger Baumarten, wie Spitzahorn, Edelkastanie, Roteiche, Zeder, Baumhasel etc. müssen vorgenommen werden, damit auch zukünftig dieser stark frequentierte Erholungswald erhalten bleibt.

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